FCI blamiert sich gegen A-Jugend

- Sitter-Team erreicht glückliches 2:2 bei Kellerkind Landshut

Ismaning - Diesmal konnte Herbert Sitter nicht anders. Obwohl der Ismaninger Teamchef schon lange nichts mehr direkt nach Spielen gesagt hatte ("wegen der Emotionen soll man das ja nicht"), entschlüpfte ihm in Landshut doch ein Satz in der Kabine: "Wir haben uns gegen eine schlechte A-Jugendmannschaft blamiert." Punkt. Eine vergleichsweise nüchterne Analyse angesichts des Auftritts, bei dem der FCI auf den letzten Drücker glücklich noch zu einem 2:2 (1:0) bei der SpVgg Landshut kam. Verdient war der Ausgleich nicht.

Die Ismaninger Bayernligafußballer haben einen bemerkenswerten Durchhänger seit drei Spieltagen, der Sitter vor allem deshalb einigermaßen ratlos zurücklässt, "weil wir immer schlechter werden". Bisheriger Höhepunkt: Landshut. Dort warteten in der Startelf zehn U 21-Spieler auf die mit erfahrenen Leuten besetzte FCI-Truppe, die für den Erfolg unermüdlich rannten und kämpften. Dennoch: "Die hatten sechzig Minuten nicht den Hauch einer Chance", sagt Sitter.

Aus heiterem Himmel den Faden verloren

Ismaning schon. Dzevat Muricis Vorlage verwandelte Matthias Linnemann zur schnellen Führung (11.), dann taten sich die Gäste schwer den kompakten Abwehrriegel der Landshuter zu knacken. Oder versäumten den erfolgreichen Torschuss, wie Mitte der ersten Halbzeit als Linnemann bei Ismaninger Überzahl "mit seinem Pass so lange wartete bis Christian Jalsevec im Abseits stand", ärgerte sich der Teamchef; sein Sturmduo Linnemann/Michael Westermair sei über 90 Minuten schwach gewesen .

Die Überlegenheit des FCI war nach einer Stunde nicht mehr erkennbar. Murici verlor im Mittelfeld den Ball, drei Landshuter düpierten die FCI-Viererkette und Spielführer Martin Vohberger vollstreckte zum 1:1 - "wie aus heiterem Himmel, sah Sitter den Treffer fallen. Landshut erhöhte den Druck, Ismaning ließ sich das gefallen, reagierte nur noch. Zu wenig um eine Begegnung zu wenden, die nach Sitters Vorstellungen im schlimmsten Fall 1:0 hätte enden dürfen. Stattdessen geriet der FCI 1:2 in Rückstand als Giuseppe Cafariello einen Freistoß drei Minuten vor Schluss direkt verwandelte. Dass dann tatsächlich noch der Ausgleich in der Nachspielzeit fiel, hat Sitters Stimmung nicht wirklich verbessert. Einen Freistoß, des an diesem Tag durch persönliche Bewachung abgemeldeten Manfred Bender, verlängerte Haushahn zu einem Landshuter, von wo der Ball zum einschussbereiten Summerer prallte. "Aufgrund der zweiten Halbzeit unverdient", grantelte Sitter. "Vielleicht muss ich mal die Aufstellung überdenken, einige Spieler sind sich womöglich ihres Stammplatzes zu sicher." Hört sich so an, als könne die Mannschaft im Training mit einer längeren Ansprache rechnen. Martin LührFC Ismaning: Baum, Leidenberger (75. Kühl), Ernst, Haushahn, Summerer, Steinweg, Jalsevec, Murici, Bender, Linnemann (77. Simunac), Westermair. Tore: 1:0 Linnemann (11.), 1:1 Vohberger (60.), 1:2 Cafariello (87.), 2:2 Summerer (90.). Gelb-rot: Steinweg (82.; wiederholtes Foulspiel). Schiedsrichterin: Günthner (Geisfeld). Zuschauer: 300.

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