FCI bringt sich selber um den Lohn

Ismaning - "Ein eigenartiges Ergebnis", stellte Bernd Weiß nach den 90 Minuten bei der SpVgg Greuther Fürth fest. Das mag verwundern, die 0:4-Packung bei der Profi-Reserve der Franken spricht eigentlich eine deutliche Sprache. Nicht aber in diesem Fall, der FC Ismaning hatte ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen und war an diesem Tag laut Weiß auf keinen Fall "vier Tore schlechter" als der neue Klassenprimus der Bayernliga.

Zunächst ließ es sich auch noch ganz gut an. Der FC Ismaning fand gut ins Spiel, an ders als noch vor einer Woche bei der Club-Reserve. In der 18. Minute verhängte der Schiedsrichter dann einen Elfmeter gegen die Gäste. "Völlig unberechtigt", urteilte Weiß. Zwar verschoss Alexander Schreckinger, doch beim FCI lief nun nichts mehr zusammen. Fürth dominierte und traf außer einmal dem Tor kurz vor der Pause noch zweimal die Unterkante der Latte. "Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir mit 0:3 in die Kabine gegangen wären", sagte Weiß. Der Gegentreffer war schon so etwas wie ein Gastgeschenk. Er entwickelte sich schnell nach einem Einwurf für die Ismaninger

Vier Abwehrfehler werden gnadenlos bestraft

Nach Wiederbeginn sah es erneut gut aus, die Weiß-Elf begann engagiert, brachte sich dann aber um den Lohn ihrer Arbeit. Manfred Leidenberger rutschte bei einem Freistoß auf seifigem Geläuf in der eigenen Hälfte aus und lieferte dadurch die Steilvorlage für Fürths Stürmer Sercan Sararer, der seinen Lauf mit dem 2:0 krönte. Wieder griff der FCI wütend an. Alleine Christian Lippert hätte mit drei brandgefährlichen Volleyschüssen die Partie drehen können. In dieser Phase fehlte aber das Glück. Anstatt des 2:1 fiel dann das 3:0. Wieder leisteten die Gäste dabei ordentlich Schützenhilfe. Nach einem Ballverlust ließen die Ismaninger Ralf Kettemann ungehindert bis in den Strafraum ziehen. Von dort zog er ab und entschied mit seinem Treffer die Partie vorzeitig. "Eine einzige Träumerei", kommentierte Weiß das Verhalten seiner Mannschaft in dieser Szene.

Positiv zu vermerken war für Weiß, dass sich sein Team auch jetzt nicht geschlagen gab. Wieder wurden sich sehr gute Möglichkeiten erarbeitet - vergebens. Kettemann schloss einen Fürther Konter erfolgreich ab und stürzte die Ismaninger endgültig in das Tal der Tränen. "Schwer zu analysieren, diese Partie", sagte Weiß. "Eigentlich hat Fürth in der zweiten Hälfte nur dreimal auf unser Tor geschossen." Sein Team habe vier gravierende Fehler in der Abwehr gemacht und die seien eben gnadenlos bestraft worden. Weiß sah aber seine Meinung aus den vergangenen Wochen bestätigt: "Für ganz oben reichte es eben noch nicht."

MATTHIAS VOGEL

SpVgg Greuther Fürth II - FC Ismaning 4:0 (1:0)

FCI: Schlösser, Reitmeier, Rösgen (18. Held), Öller, Leidenberger, Bachinger, Maison, Schmid, Weingartner (13. Lippert), Berisha (55. Schwinghammer), Fischer.

Tore: 1:0 Karl (38.), 2:0 Sararer (50.), 3:0, 4:0 Kettemann (73., 85.).

Schiedsrichter: Rainer Pongratz (Regen)

Zuschauer: 120.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion