+
In Bedrängnis: Gleich zwei Dachauer attackieren Martin Mayer (l.) vom FC Deisenhofen. 

Schlappe gegen 1865

Caruso hält den Deisenhofen vergeblich im Spiel: Dachau zu clever

  • schließen

Aufsteiger kassiert die zweite Niederlage in Folge – Gegen Dachau zeitweise lethargisches Zweikampfverhalten.

Deisenhofen – Mit dem 2:3 (1:2) gegen den TSV Dachau 1865 musste der FC Deisenhofen die erste Punktspiel-Heimniederlage des Jahres 2019 hinnehmen. „Es hätte auch 3:3 ausgehen können, aber das 2:3 kann man schon unterschreiben“, räumte Manager Franz Perneker ein. „Dachau ist eine sehr gute Mannschaft und wir hatten heute Phasen drin, in denen der Zugriff fehlte.“

Die Blauhemden mussten ohne den angeschlagenen Mittelfeldlenker Marco Finster und den aus beruflichen Gründen fehlenden Innenverteidiger Tobias Nickl antreten. Und obwohl deren Vertretern Marinus Poschenrieder und David Lucksch nichts anzulasten war, sei das Fehlen der Stammkräfte grundsätzlich ein Faktor, so Perneker: „Man merkt dann schon, dass das Gefüge nicht ganz so stabil ist.“

Die Führung der Gäste war allerdings einfach gut herausgespielt, nach einem Pass in die Tiefe traf Ryosuke Kikuchi (15.). Vor dem 0:2 registrierte Perneker dann aber einen jener kurzen Durchhänger, die den Dachauern auf die Sprünge halfen: „Da sind wir ein paar Minuten lang nicht entschlossen genug in die Zweikämpfe gegangen, waren fast ein bisschen lethargisch, was eigentlich untypisch für uns ist.“ So habe sich das Tor durch Robin Volland (40.), nachdem der Ball zwischen beiden Teams wie eine Flipperkugel hin- und hersprang, schon etwas angedeutet. Doch die Deisenhofner antworteten prompt durch Tobias Rembeck, der nach Michael Bachhubers Rückpass aus 18 Metern noch vor der Pause den 1:2-Anschluss herstellte (43.).

Nicht einmal eine Minute nach Wiederbeginn wurde der FCD jedoch auf dem falschen Fuß erwischt: Nach einem Fehlpass von Evrad Ulrich Ngeukeu schaltete Dachau blitzartig um, der schnelle Japaner Kikuchi traf erneut (46.). Danach hätte die Partie durch die Gäste vorzeitig entschieden werden können, wäre nicht Enrico Caruso nicht zweimal auf dem Posten gewesen. „Er hat uns im Spiel gehalten“, lobte Perneker seinen starken Keeper.

Und so konnten die Blauhemden in den letzten 20 Minuten zur Schlussoffensive blasen, in der, nach zwei guten Chancen für Michael Vodermeier und einer für Rembeck, der eingewechselte Florian Schmid mit dem 2:3 neue Hoffnungen weckte (80.). Nach einer Vodermeier-Flanke hätte es beinahe ein weiteres Joker-Tor gegeben, doch der gerade aufs Feld beorderte Simon Richter war zu überrascht, dass Dachaus Abwehr den Ball passieren ließ. Zudem blieb ein Handspiel der Gäste ungeahndet. Perneker wollte nach der zweiten Niederlage in Folge allerdings weder mit dieser Schiedsrichter-Entscheidung noch mit dem Spielausgang allzu sehr hadern. Er betonte, dass man als Neuling auf dem Boden bleiben müsse: „Am Anfang der Saison ist es super gelaufen, da haben wir aber auch gegen einige Mitaufsteiger gespielt. Die Dachauer sind dagegen eine gestandene Mannschaft, sie waren cleverer, wacher, reifer. Das sind Spiele, aus denen wir lernen können und auch schnell lernen müssen.“  um

FC DEISENHOFEN – TSV 1865 DACHAU 2:3

FC Deisenhofen: Caruso - Muggesser (56. Gkasimpagiazov), Poschenrieder, Köber, Vodermeier, Rembeck, Martin Mayer, Müller-Wiesen, Lucksch (85. Richter), Ngeukeu (71. Schmid), Bachhuber

Tore: 0:1 Kikuchi (15.), 0:2 Volland (40.), 1:2 Rembeck (43.), 1:3 Kikuchi (46.), 2:3 Schmid (80.)

Gute Chancen bei
Schlussoffensive

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Haching hofft auf Stroh-Engels Treffsicherheit
Unterhaching – Mit Vitaminen wird derzeit das Immunsystem der Unterhachinger Akteure gestärkt. „Die Spieler sollen fit durch den Herbst kommen“, betont Trainer Claus …
Haching hofft auf Stroh-Engels Treffsicherheit
Stehaufmännchen aus Niederbayern
Auf den ersten Blick sollte da nicht viel anbrennen: Der Tabellenfünfte FC Deisenhofen empfängt am Samstag (15 Uhr) Kellerkind SpVgg Hankofen-Hailing. Doch Manager Franz …
Stehaufmännchen aus Niederbayern
Schwarz erwarteteine Reaktion
TSV Brunnthal: Trainer Schwarz erwartet im Heimspiel gegen den MTV Berg eine positive Reaktion.
Schwarz erwarteteine Reaktion
VfR Garching hat Angst vor 20 Chaosminuten
Auswärts ist der VfR Garching stark. Ein gutes Omen fürs Regionalligaspiel in Aschaffenburg? Wären da nicht immer wieder diese Aussetzer-Phasen.
VfR Garching hat Angst vor 20 Chaosminuten

Kommentare