Des einen Freud...: Moritz Wolf-Weisbrod (2.v.l.) bejubelt mit Patrick Nirschl sein 9:0 für den FC Unterföhring, Kirchheims Thomas Branco De Brito und Torwart Filip Pavlovic sind fassungslos. 	Fotos: Christian Riedel
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Des einen Freud...: Moritz Wolf-Weisbrod (2.v.l.) bejubelt mit Patrick Nirschl sein 9:0 für den FC Unterföhring, Kirchheims Thomas Branco De Brito und Torwart Filip Pavlovic sind fassungslos.

Unterföhring schießt sich Frust von der Seele

Nach Einladung zum Essen vom Trainer: FC Unterföhring fertigt Kirchheimer SC zweistellig ab

  • VonNico Bauer
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Der FC Unterföhring gewinnt mit 10:1 (!) gegen den Kirchheimer SC. Beim Schützenfest überragen die Dreierpacker Robin Volland und Bastian Fischer auf Seiten des FCU.

Unterföhring/Kirchheim – Schon in den ersten Minuten eines ungleichen Fußballspiels war klar, dass es kein allzu spannendes Landesliga-Nachbarschaftsduell geben würde zwischen dem FC Unterföhring und dem Kirchheimer SC.

Von der ersten Minute an dominierten stark ersatzgeschwächte Gastgeber gegen das allerletzte Aufgebot des KSC und doch war dieses 10:1 (2:0) lange unvorstellbar. Von Beginn an gab es Einbahnstraßenfußball der Unterföhringer und auch den schnellen Führungstreffer nach sechs Minuten. Den Charakter einer Vorentscheidung hatte in der 22. Minute die Rote Karte für Kilian Kraus. In Unterzahl ging es dann für den KSC nur noch um Schadensbegrenzung. An einen Konter und ein glückliches 1:1 glaubte da schon lange keiner mehr. „Es war klar, dass wir nicht gewinnen konnten“, sagte auch der Kirchheimer Trainer Steven Toy.

FC Unterföhring: Versprechen des Trainers sorgt für Kantersieg

Beim Stand von 3:0 nach einer Stunde sah auch noch alles nach einem einseitigen Fußballspiel mit einem dennoch eher normalen Ergebnis aus. Doch dann nötigten die Unterföhringer Spieler ihrem Trainer das Versprechen ab, dass der bei einem zweistelligen Sieg alle zum Essen einladen müsse. Und dann ging die Post ab an der Bergstraße.

Trostrunde: Kirchheims Fußballer sammeln sich nach dem Abpfiff im Spielerkreis.

Dreimal Robin Volland, dreimal Bastian Fischer und zweimal Andreas Faber - jeder durfte mal auf die bedauernswerte Kirchheimer Schießbude zielen. Mit dem 8:1 in der 81. Minute schnupperte der FCU schon den Duft von Pizza oder Leberkäse.

FC Unterföhring: Coach Simkic reklamiert bei eigenem Treffer

Der witzige Moment der Platzherren war das neunte Tor in der 86. Minute. Da reklamierte Unterföhrings Trainer Simikic eine Abseitsstellung seiner Spieler, um das Kabinenfest auf seine Kosten noch zu verhindern. Es war zu spät. Robin Volland machte in der 90. Minute die zehn Tore voll. Mit diesem Schützenfest hat sich der FCU den Frust nach einem schwachen Start von der Seele geschossen. Kirchheims Steven Toy erwartet bei seiner Mannschaft keine bleibenden Psycho-Schäden, „denn wir wissen das alles schon einzuordnen“. Das letzte Aufgebot und dann noch die Unterzahl gab einfach nicht mehr her.

FC Unterföhring – Kirchheimer SC 10:1 (2:0).

FCU: Fritz – Coporda, Ehret, Volland, Fischer, Putta (46. Wolf-Weisbrod), Mangasaros (65. Nirschl), Sahingöz (80. Schmid), Arifovic, Faber, Bahadir (65. Heller).

KSC: Pavlovic – Maiberger (51. Kaiser), Kaltenhauser, Zielke, Geier, Bittlmayer, Pfeiffer (60. Vitzthum), Kraus, Younan (65. Zabolotnyi), Flohrs (64. De Brito), Schmöller (44. Özdemir).

Tore: 1:0/3:0/4:0 Fischer (6., 56., 65.), 2:0/8:1 Faber (39., 81.), 5:0/6:0/10:1 Volland (69., 72., 90.), 6:1 Geier (75.), 7:1 Coporda (76.), 9:1 Wolf-Weisbrod (86.).

Rot: Kraus (22., Notbremse).

Schiedsrichter: Hendrik Hufnagel (Lenzfried) – Zuschauer: 150.

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