Hannes Sigurdsson, Trainer des Fußball-Bayernligisten FC Deisenhofen gibt am Spielfeldfrand Kommandos
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Schickt in jeder Halbzeit eine komplett andere Formation aufs Feld: Trainer Hannes Sigurdsson.

3:1-Sieg beim Vorbereitungsspiel gegen SE Freising

Deisenhofen hat bei erstem Test ein Leuchten in den Augen

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Es war nur ein Testmatch, und doch hatte dieses 3:1 (1:0) des FC Deisenhofen über den SE Freising eine ganz besondere Bedeutung für alle Beteiligten. „Das erste Fußballspiel nach so langer Zeit war ein Supererlebnis“, strahlte FCD-Manager Franz Perneker. „Bei allen Spielern, egal, ob von uns oder vom Gegner, und bei beiden Trainern war ein Leuchten in den Augen zu sehen.“

Deisenhofen - Kein Wunder: Für den Bayernliga-Dritten aus Deisenhofen war es das erste Fußballspiel seit fünf Monaten, als es eine 2:7-Heimpleite gegen Liga-Primus FC Pipinsried setzte. Davor hatten die Blauhemden Ende November ihren letzten Pflichtspielauftritt absolviert. Und beim Landesliga-Dritten aus der Domstadt hatte die Corona-Krise ähnliche Auswirkungen auf den Terminplan. Gemessen daran boten beide Teams auf dem Kunstrasen, auf den man wegen der starken Regenfälle kurzfristig ausweichen musste, einen recht ordentlichen Auftritt.

Der FCD führte zur Pause durch einen Treffer von Tobias Rembeck (17.). Zum zweiten Durchgang schickte Trainer Hannes Sigurdsson dann eine komplett neue Formation aufs Feld. Freisings schnellen Ausgleich nach Wiederbeginn durch Florian Härtel (47.) konterten Markus Mayer per Elfmeter (62.) und David Lucksch (69.) zum 3:1-Endstand.

Franz Perneker zeigte sich sehr zufrieden: „Die fehlende Wettkampfpraxis hat man natürlich gemerkt. Trotzdem war es aus dem Stand ein ordentliches Fußballspiel von beiden Seiten mit intensiven Zweikämpfen. Gerade unser 1:0 durch Tobias Rembeck nach Superpass von Marco Finster war schön herausgespielt. Da geht dir das Herz auf.“

Für Perneker stand die Freude über den Neustart ins Wettkampfgeschehen gegenüber den besonderen Corona-Umständen klar im Vordergrund: „Ich verstehe keinen Trainer oder Abteilungsleiter, der rummeckert, dass ohne Zuschauer, ohne Umkleiden und Duschen gespielt werden muss. Die Spieler sind alle fertig umgezogen zum Platz gekommen, und dass man die Kabinen und Duschen nicht benutzen durfte, war allen egal. Es geht ihnen einfach darum, endlich wieder zu kicken.“

Die Hygieneregeln hätten „überhaupt keine Probleme“ bereitet, so der Manager weiter: „Natürlich gab es ein paar Zaungäste außerhalb der Anlage, aber das ist ja legitim. Drinnen waren nur die Spieler und Funktionäre. Die Jungs, die nicht gespielt haben, hatten ausreichend Abstand. Die Pausenbesprechung wurde draußen abgehalten.“

Am kommenden Samstag gastieren die Deisenhofner beim TSV Grünwald zum nächsten Test unter den gleichen Bedingungen, Zuschauer sind also auch bei diesem Derby nicht zugelassen.

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