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„Ein komisches Spiel“ - FC Deisenhofen verliert Spiel und Anschluss

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Von: Umberto Savignano

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Kein Durchkommen gab es für Nikolaos Gkasimpagiazov und den FC Deisenhofen gegen den TSV Kottern.
Kein Durchkommen gab es für Nikolaos Gkasimpagiazov und den FC Deisenhofen gegen den TSV Kottern. © Robert Brouczek

Durch das 1:3 (1:0) gegen den TSV 1874 Kottern hat der FC Deisenhofen den Anschluss an die Spitze der Bayernliga Süd erst einmal verloren. Das vorherrschende Gefühl von Franz Perneker nach der Heimniederlage war Ratlosigkeit. „Man kann es nicht recht erklären“, fand der FCD-Manager.

Deisenhofen – Beide Teams brauchten eine gewisse Anlaufzeit. „Wir sind in den ersten 20 Minuten nicht richtig ins Spiel gekommen, die anderen haben aber auch nicht viel gemacht“, so Perneker. Dann schien die Begegnung gegen die nach fünf sieglosen Partien in den Tabellenkeller gerutschten Allgäuer aber doch den gewünschten Verlauf zu nehmen: Niklas Sagner versetzte gekonnt seinen Gegenspieler und legte für Florian Schmid auf, der sich energisch durchsetzte und über den Innenpfosten ins lange Eck traf (32.). „Das war ein superschönes Tor“, schwärmte der Manager. Nur eine Minute nach der Führung hätte Michael Bachhuber nach tollem Pass von Michael Vodermeier um ein Haar erhöht, doch er zielte knapp vorbei. Die Schlussphase der ersten Halbzeit stimmte Perneker zuversichtlich: „Wir haben gedacht, wir führen 1:0 zuhause, dann gewinnen wir im Normalfall auch.“

Doch die Partie nahm eine andere Wendung. „Nach der Pause hat Kottern mehr gemacht, einfach ein bisschen mehr Gas gegeben“, räumte Perneker ein. Die Gäste belohnten sich für ihr Engagement mit einem Freistoßtor, bei dem die Hausherren allerdings Unterstützung durch Abwesenheit leisteten: „Der Ball kommt in den Sechzehner, und da stehen drei, vier, fünf Rote, aber kein Deisenhofner“, kommentierte der FCD-Manager die Szene.

Entsprechend wenig Mühe hatte Nico Beutel, den Ausgleich zu erzielen (62.). Der von Marco Finster freigespielte Bachhuber hätte den FCD erneut in Führung bringen können, doch sein Schuss fiel zu schwach aus (70.), vielleicht noch eine Folge des Umstands, dass der Torjäger unter der Woche ein paar Tage gesundheitlich angeschlagen war. Stattdessen trafen erneut die Allgäuer, wieder nach einer Standardsituation, diesmal allerdings einer Ecke für den FC Deisenhofen. Den folgenden Konter der Gäste, der zum 1:2 durch Marcello Barbera führte (70.), „haben wir schlecht verteidigt“, bemängelte Perneker. Verloren war die Partie deshalb noch nicht: Bachhuber hätte nach Schmids Vorlage postwendend ausgleichen können, er vergab aber aus fünf Metern (72.). Danach drängte der FCD zwar, die hochkarätigen Gelegenheiten ergaben sich jedoch nicht mehr. Mit der letzten Aktion des Spiels sorgte Roland Fichtl gegen die aufgerückten Hausherren für den 1:3-Endstand (90.+3).

„Es ist irgendwie undefinierbar heute“, fand Perneker. „Es war sicher ein schlechteres Heimspiel von uns, aber wir hätten es trotzdem nicht verlieren müssen, der Gegner hat auch nicht so viel gemacht.“ Die Ausfälle von Tobias Rembeck (Rotsperre), Valentin Köber und Martin Mayer (beide krank) wollte der Manager jedenfalls nicht als Ausrede heranziehen. Zumal Dennis Yimez als Mayer-Vertreter im zentralen Mittelfeld „nicht schlecht“ gespielt habe, wie Perneker betonte. Sein Fazit: „Es war einfach ein komisches Spiel.“

FC Deisenhofen – TSV Kottern 1:3 (1:0)

FCD: Caruso - Schneiker, Nickl, Poschenrieder (71. Wohlmann), Vodermeier, Schneiker, Finster, Yimez, Sagner, Schmid, Bachhuber (75. Müller-Wiesen)
Tore: 1:0 Schmid (32.), 1:1 Beutel (62.), 1:2 Barbera (70.), 1:3 Fichtl (90.+3)

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