Enttäuschung pur: die Deisenhofner (v.l.) Mats Neumann, Tobias Nickl und Matthias Fichtner nach dem frühen 0:1. FOTO: ROBERT BROUCZEK

Deisenhofner Heimphobie: Seit dem 19. August erfolglos

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Deisenhofen – Es ist schon einige Wochen her, da überlegte Franz Perneker scherzhaft, beim Bayerischen Fußball- Verband zu beantragen, dass der FC Deisenhofen künftig alle seine Landesligaspiele auswärts austragen darf.

Womöglich denkt der FCD-Manager inzwischen ernsthaft über dieses Anliegen nach. Doch die Umsetzung bleibt wohl schon alleine deshalb utopisch, weil die Konkurrenz es sich kaum nehmen lassen will, in Deisenhofen zu punkten. Diesmal war der TSV Kastl dran, der mit 1:0 (1:0) gewann. Enttäuschung pur beim FC Deisenhofen Damit bleibt es für die Blauhemden auch nach dem neunten Versuch bei einem einzigen Saisonerfolg auf eigenem Platz (3:0 gegen Moosach am 19. August).

„Langsam aber sicher entwickelt unsere Mannschaft eine wahre Heimphobie“, meinte Perneker nach der erneuten Schlappe, die schon in der zweiten Minute besiegelt wurde: „Da war unsere Abwehr mit den Gedanken noch in der Kabine“, so der Manager. Gästestürmer Robert Gross nutzte die Unaufmerksamkeit, die auch Trainer Peter Schmidt zusetzte: „Da haben wir gepennt. Wir verlieren den Ball, klären danach unsauber und stehen dann auch noch viel zu weit weg vom Gegner. Das war ein Fehler der gesamten Abwehr.“ Allerdings steckten die Deisenhofner den frühen Rückschlag gut weg, und sie kamen auch zu hochkarätigen Möglichkeiten: Miridon Rehhepi traf aus wenigen Metern nur den Innenpfosten, Luca Tschaidse scheiterte ebenfalls am Pfosten, Sebastian Lattermann und abermals Rexhepi fanden zudem in Kastls Schlussmann Welder De Souza Lima ihren Meister.

Die Gäste waren vor allem darauf bedacht, ihre Führung zu verteidigen, sie lauerten auf Konter und hatten im ersten Durchgang kaum Spielanteile. Daran änderte sich auch nach dem Wechsel zunächst nichts. Der FCD drückte und Rexhepi verfehlte das Gehäuse zweimal um Haaresbreite. Doch in der letzten halben Stunde lief nicht mehr viel zusammen.

„Die erste Stunde war gut, danach wurden wir fahrig. Das war dann eine Mischung aus Hektik und Müdigkeit, denn die Jungs hatten vorher wirklich viel investiert“, so Schmidt. Es blieb zwar ein Spiel auf ein Tor, aber „wirklich etwas Zwingendes kam dabei nicht mehr heraus“, räumte der Coach ein. Kastl konterte noch zweimal gefährlich, einmal rettete FCD-Keeper Matthias Fichtner, einmal der Pfosten. Doch entscheidend war in dieser Partie nur die Chancenverwertung der Gastgeber.

„Eigentlich musst du in der ersten Stunde zwingend drei Tore machen“, trauerte Schmidt den Riesenmöglichkeiten hinterher. Auch Perneker beklagte die Abschlussschwäche. „Vom Engagement her kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber wer kein Tor erzielt, kann nicht gewinnen. So einfach ist das im Fußball. Wir hatten im Lauf des Spiels fünf hochkarätige Gelegenheiten, die wir nicht genutzt haben.“

Quelle: fussball-vorort.de

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