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SpVgg Unterhaching-Kapitän Schwabl mahnt vor dem Derby: „Wenn so etwas gegen Bayern passiert...“

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Von: Robert M. Frank

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Christoph Ehlich brachte Haching bereits in der 9. Minute in Führung, hier scheitert er aber mit seinem Schuss.	Foto: Sven Leifer
Christoph Ehlich brachte Haching bereits in der 9. Minute in Führung, hier scheitert er aber mit seinem Schuss. © Sven Leifer

Die SpVgg Unterhaching kommt immer besser in Fahrt. Doch die zweite Hälfte gegen den FC Memmingen zeigte: Die Elf von Sandro Wagner hat weiter Luft nach oben.

Unterhaching – Die Verwandlung der SpVgg Unterhaching von einem Drittliga-Absteiger mit Startschwierigkeiten in der Regionalliga Bayern hin zu einer Mannschaft mit Ambitionen im Kampf um die Meisterschaft offenbarte sich beim 4:2 (4:0) gegen den FC Memmingen deutlicher denn je. Nämlich in der Gestalt zweier völlig unterschiedlicher Halbzeiten, welche die SpVgg gegen Memmingen an den Tag legte.

Ohne die erfahrenen Kräfte fehlt der SpVgg Unterhaching die Klasse

Mit erfahrenen Kräften ist Haching in der Lage, jeden Gegner auszuschalten. Ohne die Stammspieler fehlt indes noch die Klasse für ein Spitzen-Team. Mit Hilfe der in der laufenden Saison neu verpflichteten Routiniers mit Zweitligaerfahrung spielten die Hachinger mit den überförderten Memmingern in der ersten Halbzeit (4:0) zeitweise Katz und Maus. Ohne die von Cheftrainer Sandro Wagner in der zweiten Hälfte ausgewechselten „Achsenspieler“ Markus Schwabl, David Pisot, Manuel Stiefler und Doppeltorschütze Stephan Hain ging der Schuss dann im zweiten Durchgang komplett nach hinten los. Wenig herausgespielte Chancen auf der einen und fahrlässiges Abwehrverhalten auf der anderen Seite hätten die eigentlich schon aus dem Spiel genommenen Allgäuer fast wieder zurück ins Geschäft gebracht. Am Ende standen die Gäste kurz vor dem Anschlusstreffer zum 3:4.

Vor allem die während der laufenden Saison getätigten Transfers der erfahrenen Kräfte Pisot (34), Stiefler (33) und des in den ersten Saisonspielen gesperrten José-Pierre Vunguidica (31) haben die Qualität des Kaders noch einmal deutlich angehoben. In dieses Raster fällt auch der jüngste Hachinger Neuzugang Simon Skarlatidis (30), der zuletzt zum Team hinzustieß (wir berichteten).

Vor diesem Hintergrund war auch die erstmalige Rückkehr des langzeitverletzten Josef Welzmüller (31) in den Kader ein positives Zeichen. Unabhängig von den Routiniers zeigen sich auch einige Talente inpunkto Zweikampfverhalten mittlerweile gegenüber dem Saisonstart verbessert.

SpVgg Unterhaching: Die taktische Grundordnung sitzt - Dreierkette mit einem zentralen Mittelfeldspieler

Darüber hinaus scheinen sich Spielabläufe immer mehr zu automatisieren und das Team findet in der taktischen Grundordnung mit Dreierkette und einem zentralen Mittelfeldspieler immer besser zurecht, wie SpVgg-Kapitän Markus Schwabl am Beispiel der guten ersten Halbzeit gegen Memmingen beobachtet hat. „Die erste Halbzeit haben wir so gespielt, wie wir uns das vorstellen und waren dominant. Bis zur Halbzeit mit einem 4:0 kann man nicht viel bemängeln, außer dass wir dem Gegner ein paar Schüsse zugelassen haben“, meinte der zweifache Vorlagengeber.

Die erste Hachinger Elf (l. Markus Schwabl) spielte mit den Allgäuern Katz und Maus.
Die erste Hachinger Elf (l. Markus Schwabl) spielte mit den Allgäuern Katz und Maus. © Sven Leifer

Bei aller Freude fiel der zweite Durchgang dementsprechend ernüchternd aus für das Team von Wagner, der im zweiten Durchgang ohne die für die Partie am Freitag bei Spitzenreiter Bayern geschonten Stammkräfte einen Einbruch im Hachinger Spiel mitverfolgen musste. „Da merkt man schon, dass bei auftauchendem Druck ein bisschen die Ruhe fehlt und dass die Optionen im vorderen Drittel nicht mehr gefunden werden. Es war ein bisschen schade, dass da ein kleiner Bruch im Spiel drin war“, meinte der Ex-Bundesliga-Stürmer.

Härtetest beim Tabellenführer und Mitabsteiger FC Bayern II

Kapitän Markus Schwabl blickte vor diesem Hintergrund schon weiter auf das anstehende Spitzenspiel beim Tabellenführer und hoffte auf keine Wiederholung der gruseligen zweiten Hälfte. „Wenn uns so etwas gegen Bayern passiert, wird es nichts zu holen geben“, mahnte der Kapitän.

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