Montagsspiele der Bundesliga sollen abgeschafft werden - und dafür an anderem Tag stattfinden

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Ismaning zurück am Boden: Nördlingens Offensiv-Maschinerie war gnadenlos.

Nördlingen stürzt FCI zurück in die Krise

Doppelter Doppelpack: Schröter und Buser zerlegen Ismaning

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Die brandgefährliche Offensive des TSV Nördlingen war nach elf Spielen des Aufsteigers hinreichend bekannt in der Bayernliga. Auch der junge Ismaninger Trainer Mijo Stijepic wusste davon vor seinem ersten Auswärtsspiel mit echter Vorbereitungszeit.

Gewarnt waren die Ismaninger, aber auf einen 1:5 (0:4)-Abschuss im Schwabenland war niemand vorbereitet.

Vor dem Spiel stand Alexander Schröter bei sieben Toren und Philipp Buser bei sechs. Dann kam Ismaning, wurde zwischenzeitlich komplett in alle Einzelteile zerlegt und am Ende des Tages standen Schröter und Buser bei neun und acht Treffern. Das sind die Plätze zwei und drei der Bayernliga-Torschützenliste. Diese Stürmer aus Nördlingen sind schon eine Wucht.

Der andere Teil der Geschichte war aber die eines FC Ismaning, der vergangenes Wochenende seinen ersten Saisonsieg feierte, aber noch immer ein sehr fragiles Gebilde abgibt. In der 19. Minute war schon der Knackpunkt, als die beiden Superstürmer nach einem Eckball noch einen Doppelpass zelebrierten, bevor man sich auf Schröter als Torschützen einigte. Und mit diesem frühen Rückstand war es vorbei mit der Ismaninger Aufbruchstimmung. Die Kicker hatten Beine wie aus Blei und standen gefühlt meterweit neben sich selbst. Nach einem Fehlpass gab es zwei Minuten nach dem ersten das zweite Gegentor. Diesmal bedankte sich Schröter mit dem Zuspiel auf Buser. Als dann noch ein Nicht-Stürmer (Holzmann, 25.) traf, war das Spiel mit drei Toren binnen sechs Minuten entschieden. Schröters zweites Tor in der Nachspielzeit stellte dann die Weiche von Sieg auf Kantersieg.

Die Ismaninger hatten aber doch noch eine kleine Chance, in das Match zurückzukommen. Nach der Pause bäumte sich der Gast auf, hatte Vorteile und Chancen. Nach einem Foul an Angelo Hauk gab es einen Elfmeter, den Bastian Fischer vergab (53.). Der Torwart hatte die Ecke geahnt und den nicht wirklich platziert geschossenen Ball sogar gefangen. Hauk machte später das 1:4 (71.), aber da war das nur noch eine kleine Ergebniskorrektur. Mit zwei Toren bis Mitte der zweiten Hälfte hätten die Nördlinger vielleicht nachgedacht, was die Ismaninger Offensive im Aufholjagdmodus noch zu bieten hat.

So aber machte Buser aus Gleichberechtigung der grünweißen Tormaschinen auch noch seinen zweiten Treffer. Er und Schröter haben nun mehr Tore als alle Superstars von Türkgücü-Ataspor. Geld schießt schon irgendwo Tore, aber diese Nördlinger eben noch mehr. Dem FC Ismaning war das reichlich egal, denn er ist nun wieder Vorletzter und hat im nächsten Heimspiel gegen den Letzten Holzkirchen richtig Druck auf dem Kessel.

TSV Nördlingen – FC Ismaning 5:1 (4:0).

FCI: Fritz – Kubina, Neuber, Heinzlmeier, Siedlitzki – Killer (66. Volland), Vatany (80. Weber) – Siebald, Fischer, Ighagbon (46. Fujita) – Hauk.

Tore: 1:0 Schröter (19.), 2:0 Buser (21.), 3:0 Holzmann (25.), 4:0 Schröter (45.+1), 4:1 Hauk (71.), 5:1 Buser (82.).

Schiedsrichter: Björn Söllner (Schonungen).

Zuschauer: 550.

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