SVP dreht Spiel in der zweiten Halbzeit

Pullach - Dank einer deutlichen Steigerung nach der Pause siegte der SV Pullach beim 1. FC Sonthofen mit 3:1 (0:1).

Von Umberto Savignano

Pullach – „Die erste Halbzeit war die bisher schlechteste in dieser Saison“, kritisierte Pullachs Co-Trainer Harald Königer die Vorstellung in den ersten 45 Minuten, „wir hatten zwar 80 bis 90 Prozent Ballbesitz, aber wir waren lasch, nicht zielstrebig, haben es statt über außen mit langen Bällen versucht.“ So hatten die Raben bis zum Wechsel nur eine echte Chance, Sonthofens Führung durch Bernhard Jörg, der nach einem Freistoß am langen Pfosten zur Stelle war (12.), auszugleichen: Der von Arthur Kubica gut eingesetzte Jochen Schinagel zielte jedoch knapp vorbei (40.).

Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Pullacher dann wie verwandelt. Und es änderte sich ja auch einiges an der Formation: Der eingewechselte Ibrahim Aydemir besetzte nun den rechten Flügel, Christian Duswald rückte dafür auf links, Kubica von dort ins offensive Zentrum für Steffen Vogel, der nun den ausgewechselten Daniel Schmeer als linker Verteidiger vertrat. Diese Rotation hatte es in sich, denn an allen Toren waren von den Umstellungen betroffene Spieler beteiligt. So leitete der eigentlich nach hinten beorderte Steffen Vogel den Ausgleich ein: Seinen Schuss konnte Sonthofens Torwart Michael Liebherr nur abklatschen, Schinagel staubte in typischer Torjägermanier ab (50.). Das 1:2 erzielte Vogel gar selbst, nachdem Duswald auf links bis zur Grundlinie durchgelaufen war und zurückgespielt hatte (57.). Duswald wiederum setzte nach Aydemirs eben so mustergültiger Vorarbeit von rechts den Schlusspunkt (84.). Zudem bot der schon vor der Pause auffällige Kubica eine ganz starke Leistung in der Spielmacherrolle. „Ihn kann man herausheben, vor allem seine Laufarbeit, auch ohne Ball“, lobte Königer den 19-Jährigen. Aber auch die Mannschaftsleistung nach der Pause fand des Co-Trainers Zustimmung: „Vor allem die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit waren überragend. Wir haben so viel Druck gemacht, dass Sonthofen zusammengebrochen ist.“

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