Fußball Regionalliga

Drei Gelbe Karten gegen die Bank: SVH schimpft auf Schiri

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Die Wut kochte hoch beim SV Heimstetten, der sich vom Schiedsrichter verschaukelt fühlte bei der 0:2-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth II.

Heimstetten – Die Partie war bereits abgepfiffen und die 0:2-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth II besiegelt – und doch gerieten die Verantwortlichen des SV Heimstetten und der Schiedsrichter noch ein weiteres Mal aneinander. Zwei Gelbe Karten hatte Simon Marx in diesem Regionalligaduell bereits gegen das Trainerteam des SVH gezückt. Und nun wurde nach Spielschluss auch noch Teammanager Marco Bläser vom Unparteiischen verwarnt.

„Drei Gelbe Karten gegen die Bank – das sagt eigentlich alles“, kommentierte hinterher Trainer Christoph Schmitt, der den Schiedsrichter in für ihn ungewohnt scharfer Manier attackierte. „Er hat heute eine ganz schlechte Rolle gespielt. Und leider war das schon zu befürchten, als man die Ansetzung für dieses Spiel gesehen hat“, zeterte der Heimstettner Übungsleiter. Wobei er dem Mann in Schwarz nicht die alleinige Schuld an der Niederlage geben wolle. „Wir hätten es wegen unserer Leistung auch nicht verdient gehabt, hier etwas mitzunehmen“, räumte Schmitt ein. „Unterm Strich hat der Gegner verdient gewonnen.“

Dabei habe seine Mannschaft nach dem jüngsten 3:1-Erfolg über Aubstadt ordentlich begonnen in einer Partie, die im ersten Durchgang „kein gutes Regionalligaspiel“ gewesen sei, so der Coach. Zwar hätten beide Seiten vielversprechende Ansätze gezeigt, „doch beim Gegner war am Strafraum Schluss und bei uns etwa 25 Meter vor dem Tor“. Folgerichtig sahen die kaum 130 Zuschauer in der ersten Hälfte nur eine echte Torchance, die dann auch zum 0:1 für die Platzherren nach einer Ecke führte.

Dieser Standardsituation vorausgegangen war eine Szene, die wütende Proteste aufseiten der SVH-Bank hervorrief. So habe der Schiedsrichter „mit einem Gegner Doppelpass gespielt“, kritisierte Schmitt. Ein solches Eingreifen ist seit einer Regeländerung im Sommer nicht mehr erlaubt und muss geahndet werden. Doch dies habe der Schiedsrichter in dieser letztlich spielentscheidenden Situation nicht getan, monierte der SVH-Coach. Überdies hätte es aus seiner Sicht kurz vor der Pause einen Elfmeter für Heimstetten geben müssen. „Jeder im Stadion hat gesehen, dass das Hand war“, urteilte Schmitt. Doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus.

In der Halbzeit habe sich seine Elf „viel vorgenommen“, berichtete der Coach. Doch nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff zeigten die Platzherren die schönste Kombination dieses Nachmittags, an deren Ende Dominik Sollfrank die Kugel aus rund zwölf Metern ins Netz setzte – zum 0:2. Nun waren die Heimstettner zu mehr Risiko gezwungen, wodurch sich Räume für Fürth ergaben. Doch weder konnten die Gastgeber diese zu einem dritten Treffer nutzen, noch kam der SVH wirklich in die Nähe des Anschlusstors. Die beste Chance der Gäste blieb ein Freistoß von Lukas Riglewski in der Schlussphase, den Fürths Torwart jedoch sehenswert parierte.

SpVgg Greuther Fürth II – SV Heimstetten 2:0 (1:0).

SVH: Riedmüller, Günzel, Beckenbauer, Gartmann (52. Hintermaier), Cavadias, Sabbagh, Schels, Reuter (61. Müller), Michalz, Duhnke (52. Hannemann), Riglewski.

Tore: 1:0 Kehr (40.), 2:0 Sollfrank (51.).

Schiedsrichter: Simon Marx (Großwelzheim).

Zuschauer: 130.

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