Auch gestern trainierte die SpVgg Unterhaching wieder auf dem Kunstrasenplatz in Ottobrunn. Foto: ca

Duell der grauen Mäuse

Unterhaching - Es ist ein Duell auf Augenhöhe, das die SpVgg Unterhaching am Samstag (14 Uhr) erwartet. Im Auswärtsspiel bei Rot-Weiss Ahlen treffen die Hachinger auf einen Klub, der sportlich wie finanziell ebenso tief in der Krise steckt.

Fernab der Leistungen, die beide Teams in dieser Saison auf dem Platz gezeigt haben, ist die SpVgg Punktsieger. In Unterhaching konnte man im Herbst die Insolvenz gerade noch abwenden. Das gelang Ahlen nicht. Der Zweitliga-Absteiger geriet ebenfalls in höchste finanzielle Not, konnte aber kein Happy Ende vermelden. Mitte Oktober stellte der Klub Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Mitterweile ist die Chance, den Insolvenzantrag bald zurücknehmen zu können, gestiegen.

Nicht aber die Chance, sportliche Ziele zu erreichen. „Eine gute Rolle spielen“, wollte man in Ahlen nach dem sang- und klanglosen Absturz aus der Zweiten Liga, gab Trainer Arie van Lent im Sommer die Saisonziele vor. Daraus ist nichts geworden - ebenso wenig wie bei der SpVgg. Derzeit sind beide Klubs Tabellen-Nachbarn, stolpern im Mittelfeld herum und haben kaum Aussichten auf nachhaltige Verbesserungen Richtung oberes Tabellen-Drittel. Haching mit 23 Punkten und Ahlen mit 22 stellen das graue Mittelmaß der Liga dar. Beide konnten nur fünf von 19 Partien gewinnen. Während die Hachinger mit dem 0:0 gegen Regensburg immerhin einen Punkt zum Start in die Rückrunde erkämpften, ist der den Westfalen gründlich misslungen. Schon zwei Niederlagen kassierten die Rot-Weißen 2011.

Für SpVgg-Trainer Klaus Augenthaler ist das freilich nicht ausschlaggebend. „Es interessiert mich nicht, wie Ahlen gestartet ist“, sagte er gestern, „wir schauen auf uns.“ Und da lautet die Blickrichtung ganz klar: „Wir versuchen, den Rest der Saison so durchzuziehen, dass auch die Ergebnisse kommen.“ Regensburg soll dazu ein Anfang gewesen sein. „Zum Großteil habe ich da gesehen, was wir in der Vorbereitung trainiert haben“, so Augenthalers Rückblick auf das Auftaktmatch, „vorwerfen kann ich meiner Mannschaft eigentlich nichts außer der Chancenverwertung.“

Das problematischste vor dem ersten Auswärtsspiel des Jahres ist die Vorbereitung. Wegen des zurückgekehrten Winters ist kein reguläres Training möglich.

Auch gestern mussten die Spieler wieder ins Auto klettern und nach dem Umziehen nach Ottobrunn fahren, wo auf Kunstrasen trainiert wird. „Es meutert allerdings keiner“, hat der Chefcoach zufrieden festgestellt, „die Stimmung ist gut, ich bewundere sogar, wie die Mannschaft mitzieht“.

Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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