Echings Lebensversicherung heißt Hrgota

Spätestens als Echings Trainer Wolfgang Donders minutenlang lauthals "Feierabend" forderte und nach dem Schlusspfiff Torwarttrainer Erwin Stich wie ein Flummi über den Platz hüpfte, war klar, wie sehr die sportliche Leitung an das Hinspiel erinnert worden sein musste.

von Bernd Wagner

Eching - Doch im Gegensatz zum Spiel in Kösching, bei dem die Zebras einen 0:2-Rückstand in der Schlussphase zu einem Remis bogen, blieb den Gästen, die fix just mit zwei Toren hinten gelegen hatten, diesmal der Lucky Punch verwehrt - Eching zitterte sich zum wichtigen 2:1-Erfolg. Weil die Donaustädter erst in der Schlussphase demonstrierten, woher ihre makellose Auswärtsbilanzrührte. Wuchtig griffen sie um den robusten Kapitän Arnold Tonch den Kasten von Echings Schlussmann Juli Nothaft an. Nur zwei Gegentreffer hatte Kösching auf fremden Plätzen in der gesamten Vorrunde gefangen - Fabi Hrgota benötigte hierfür grade neun Minuten. Während die Gäste noch in den Blöcken hockten, hatten die Hausherren bereits einen Hochstart hinter sich und gingen durch die nächsten beiden Hrgota-Tore schnell in Front. Die jeweils blendende Vorarbeit hatten Pete Enckell und Robbie Feiner geleistet. Doch ebenso hurtig war auch die Luft wieder raus aus dem Kick. Enckell lenkte noch einen Eckstoß an den Pfosten, Hrgota scheiterte am Kösching-Keeper Andreas Klasek, das war's auch schon vor dem Wechsel. Dennoch war den 180 Zuschauern, darunter die Echinger Schleißheim-Flüchtlinge, klar, dass die Punkte im Sack sein müssten. Sarisakal: "Da brennt nix mehr an!" Schien in der Tat so, weil auch direkt aus der Kabine erneut Hrgota eine Großchance zum Ausbau der Führung hatte. Der Kroate war erneut der Mann des Tages, war stets gefährlich und entzückte mit famosen Blitzpässen auf seine Nebenleute. Auf Saisontreffer 23 sollte er aber am Samstag nicht mehr kommen. Weil Kösching nun anschob - aufgeweckt hatte die Roten wohl Ben Bugl, der mit einem Befreiungsschlag Christopher Schindlers Vater Rolf den Bierbecher aus der Hand schoss - zum Gaudium der Umstehenden. Aus dem Nichts köpfte der Ex-Ingolstädter Tonch auf Ecke Franz Kufners brachial den Anschluss und trieb sein Team Richtung Ausgleich. Sarisakals Prognose jetzt: "Die fangen noch eins. Wetten!" Wette verloren, denn obwohl am Ende auch Pfostensteher Klasek mit angriff, blieben trotz des Drucks große Gelegenheiten aber aus, vielmehr boten sich Echings Joker Michael Huber drei blitzsaubere Konter, von denen er einen schlichtweg zum beruhigenden dritten Erfolgserlebnis nützen musste. Doch auch so ist Eching nun "echter" Tabellenführer, mit drei Zählern Vorsprung auf die Verfolger. So darf Kösching sein Nachholspiel gegen Neuburg sogar gewinnen - die Mannschaft von Wolle Donders wird auch dann vorn bleiben.

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