Eine Nummer zu groß

- Heimstetten (ml/wk) - Dass in der Bayernliga die Bäume für den SV Heimstetten nicht in den Himmel wachsen das hat der Aufsteiger gestern Abend schmerzlich erfahren müssen. Der 1. FC Nürnberg II hat mit einem 1:0 (0:0) drei Zähler aus dem Sportpark entführt, und das absolut verdient. "Dieser tolle Gegner hat uns einfach keine Chance gelassen", resümierte Heimstettens Fußball-Abteilungsleiter Ewald Matejka nach Spielschluss.

SVH-Trainer Frank Schmöller betont stets, dass seine Mannschaft zu den spielstärksten in der Bayernliga zählt. An die Nürnberger aber kommt das Team (noch) nicht heran. Die mit vier Profis aus dem Bundesliga-Kader angetretenen "Clubberer" legten ein höllisches Tempo vor, präsentierten sich technisch ungemein sicher und schnürten die Gastgeber etwa 20 Minuten lang in ihrer Hälfte ein. Allerdings: Torchancen ergaben sich zunächst nicht, denn am Strafraum war gegen die aufmerksame SVH-Defensive Endstation.

Nur langsam konnte sich Heimstetten befreien und startete zaghafte Gegenstöße, die allerdings nur wenig Gefahr heraufbeschworen. Mitte der ersten Hälfte konnte sich SVH-Torwart Martin Eberherr auszeichnen, als er einen Schuss von Sascha Steinacher entschärfte, und hatte in der 34. Minute Glück, als sich Chhunly Pagenburg den Ball etwas zu weit vorlegte.

Kurz vor der Pause gab es dann doch noch eine Möglichkeit für Heimstetten, als Markus Jörg aus etwa 20 Metern abzog und der Ball die Latte streifte.

Nach dem Wechsel blieben die Nürnberger weiter klar spielbestimmend und hatten durch Thomas Paulus die erste Großchance, allerdings schoss er nach einem verlängerten Eckball aus kurzer Distanz vorbei. Zaghaft blieben dagegen die Angriffsbemühungen der Gastgeber, die es meist aus der Distanz versuchten, wie zum Beispiel Jörg (52.), aber letztlich ohne Erfolg. Wie man`s macht, das zeigte kurz darauf Pagenburg, als er Eberherr mit einem platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze zum 1:0 überwand.

Schmöller setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte und brachte mit Benson Okeke für Nils Koloseike einen dritten Stürmer. Doch so sehr sich Heimstetten auch bemühte, das Tor der Gäste konnte der SVH nie ernsthaft in Gefahr bringen.

So sah es auch Matejka, der den Sieg der Gäste neidlos anerkannte: "Die haben uns einfach unser Spiel nicht aufziehen lassen."

SV Heimstetten - 1. FC Nürnberg II 0:1 (0:0).

SVH: Eberherr - Potenza, Koloseike (70. Okeke), Rappl - Haas (46. Gossler), Schien, Ak, Jörg - Eichler - Hock (59. Eckmüller), Stöttner.

Tore: 0:1 Pagenburg (59.).

Schiedsrichter: Thomas Färber (SpVgg Bärenkeller Augsburg).

Zuschauer: 350.

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