Erst nach der Pause wach

Oberschleißheim - Die Grundpflicht im Abstiegskampf ist, 90 Minuten voll dagegen zu halten. Bezirksligist Phönix Schleißheim tat das nur 45 Minuten lang und so ist auch die 1:2 (0:2)-Niederlage bei Türk Ingolstadt zu erklären.

Die erste Halbzeit von Ingolstadt schockte den Schleißheimer Trainer Tarik Sarisakal gewaltig. Phönix suchte nicht einmal ansatzweise den Zweikampf und ließ die Türken fast ohne Gegenwehr schalten und walten. Das war das Schlimmste, was das Team machen konnte, denn die spielstarken Gastgeber bekamen so richtig Spaß, machten folgerichtig zwei Tore. Jeder Zuschauer sah deutlich, welches der beiden Teams schnell aus dem Tabellenkeller heraus kommen wollte.

In der zweiten Halbzeit wachten die Schleißheimer dann auf, gingen präsenter in die Zweikämpfe und eroberten sich schnell ein Übergewicht. Bezeichnend war auch das 2:1, denn in der 70. Minute ging Stürmer Marco Hahm dahin, wo es weh tut und bekam einen Elfmeter. Diesen verwandelte Christian Jalsevec. Zu dem Zeitpunkt lag der Anschlusstreffer schon länger in der Luft. Die Ingolstädter wackelten nun bedrohlich und das 2:2 schien eine Frage der Zeit, als Phönix sich selbst auf dem Weg zu einem Punkt stoppte. Christoph Kiermeier (75.) und Marco Hahm (88.) sahen beide Gelb-rot wegen Reklamierens. Das war reichlich unclever in der Phase, in der die Partie am Kippen war. Mit einem Mann weniger hatte Phönix auch noch eine Ausgleichschance, als Marco Hahm einen indirekten Freistoß im Strafraum direkt in die Mauer donnerte (87.). Unter dem Strich geht der Sieg des Aufsteigers in Ordnung, weil Schleißheim nur eine Halbzeit so auftrat, wie es im Abstiegskampf eigentlich die oberste Pflicht ist. nb

Türk Ingolstadt – Phönix Schleißheim 2:1 (2:0).

Phönix: Weimer – Kiermeier – Jalsevec, Antonio – Drengler, Friedl, Jäschke, Erkovan (70. Grassl), Winter (58. Yalcin) – Hahm, Griesgraber.

Tore: 1:0 da Silva Lopez (16.), 2:0 Ibrahimovic (30.), 2:1 Jalsevec (70., Foulelfmeter). – Schiedsrichter: Stefan Gräbel (TSV 1860 München) – Zuschauer: 100.

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