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Kapitän Seppi Welzmüller: „Weltklasse. Das hat richtig Spaß gemacht.“

Erstes Training in der Corona-Krise

SpVgg Unterhaching kehrt auf den Trainingsplatz Platz zurück

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Dass der Ball im Sportpark wieder rollt, wäre vielleicht übertrieben. Aber er kullert wenigstens wieder. Fußball-Drittligist SpVgg Unterhaching hat gestern das Training wieder aufgenommen. Zumindest ein bisschen, so wie es eben die aktuelle Situation zulässt. Ein kleines Stück Normalität ist nach drei Wochen Zwangspause und einem komplett verwaisten Trainingsgelände zurückgekehrt.

Unterhaching – Sportpark, Trainingsplatz eins, gestern um 9.15 Uhr: Ein kleines Grüppchen betritt den Rasen. Mit Fußball hat das nur bedingt zu tun, immerhin haben die Profis aber wieder Gras unter den Füßen und einen Ball am Fuß. In Kleinstgruppen von maximal vier Spielern sind die Einheiten angesetzt, jede dauerte gestern aber doch rund 75 Minuten. Natürlich achtet die SpVgg penibel darauf, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden. Die Spieler kommen bereits umgezogen in den Sportpark und duschen anschließend auch zu Hause.

Auf dem Platz wird zwischen Spielern und Trainern Abstand gehalten, Zweikämpfe etwa sind weiterhin tabu, Ansprachen passieren ebenfalls auf Distanz. Immerhin. „Es kommt natürlich nicht an das normale Training heran“, sagt Chefcoach Claus Schromm, trotzdem ist er froh, seine Kicker nach Wochen im „Home Office“ mit dem lediglich virtuellen Fitnessprogramm wieder zu sehen und persönlich anzuleiten. „Es ist einfach wichtig, dass die Jungs wieder was mit dem Ball auf dem Rasen arbeiten können“, betont er.

Bei den Spielern war am breiten Grinsen im Gesicht nicht zu übersehen, welche Erleichterung über die Rückkehr auf den Platz herrscht. „Weltklasse“, schwärmte Kapitän Josef Welzmüller nach seiner Einheit in einer Gruppe mit Dominik Stroh-Engel, Maximilian Krauß und Luca Marseiler. „Das hat richtig Spaß gemacht. Auch wenn es nur Kleingruppen sind, es ist toll, sich endlich mal wieder zu sehen. Da merkt man, was man an einer Mannschaft und an seinen Freunden hat. Und es ist schön wieder dort zu sein, wo man hingehört.“

Das Programm gestern: Aufwärmeinheit mit Athletiktrainer Georg Wallner, fußballspezifische Bewegungen, die bisher bei den Trainingsplänen für Zuhause logischerweise nicht möglich waren, danach Technikübungen mit Passspiel und Torschüssen, schließlich noch eine intensive Schlussbelastung. „Für den Anfang ganz schön viel“, berichtete Welzmüller, „da werden einige morgen einen Muskelkater haben. Manche hatten auch gleich Blasen an den Füßen, weil sie wochenlang keine Fußballschuhe angehabt haben. Aber das sind Wehwehchen, die man jetzt gerne in Kauf nimmt.“

Dreimal pro Woche ist das Training in dieser Form erst einmal geplant. Heute ist frei, am Donnerstag und Freitag stehen die nächsten Trainingstage an. Dazwischen bleiben weiterhin die Pläne für Zuhause abzuarbeiten.

Die Tage im Sportpark sind für die Trainer durch die Kleingruppen-Einteilung nun übrigens durchaus lang. Erst nach 15 Uhr marschierte Schromm zurück zu seinem Auto. Ziemlich fröhlich über die Rückkehr auf den Platz war aber auch er: „Es war schön, die Jungs mal wieder zu sehen, und wir haben heute alle gesehen.“ Auch Rekonvaleszenten wie Marseiler, Max Dombrowka, Alexander Kaltner oder Felix Müller waren angesichts des reduzierten Programms dabei. „Es war erst einmal ein lockeres Reinkommen“, so Schromm, „am Mittwoch kriegen wir vom DFB die klaren Statuten, was wir machen dürfen. Dann werden wir sehen, wie wir genau weiter verfahren.“

Die Genehmigung, wieder auf den Platz zu dürfen, war erst am Montag Abend vom Landratsamt eingegangen. Weil die SpVgg Stadion und Platz eins seit zwei Jahren selbst betreibt und die somit als „Betriebsstätte“ gelten, greift die Sperrung der Sportanlagen durch die Gemeinde nicht. „Die Profiabteilung ist eine KG, also eine Firma, und entscheidet damit selbst, welchem Risiko sie ihre Mitarbeiter aussetzt“, bestätigte Rathaus-Sprecher Simon Hötzl auf Nachfrage. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit soll das Training dennoch stattfinden, wie die SpVgg betont, Fans sollen deshalb unbedingt auf einen Besuch im Sportpark verzichten.

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