Die Lage ist für viele Fußballvereine existenzbedrohend.
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Die Lage ist für viele Fußballvereine existenzbedrohend.

Umfrage des BFV zur aktuellen Lage

Existenzängste der Amateurvereine steigen - Gemeinschaftsgefühl fehlt

  • vonRedaktion Münchner Merkur
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Die Sehnsucht nach der regulären Rückkehr auf den Platz ist groß im Amateurfußball, die Herausforderungen für die Vereine sind es ebenfalls. Das zeigen jetzt auch die Ergebnisse der bundesweiten Online-Umfrage, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Ende Februar durchführte.

Landkreis – Deutlich werde dabei, dass die Lust auf Fußball im Amateurbereich ungebrochen sei, teilt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) mit. „Eine weitere wichtige Erkenntnis: Die 24 500 Vereine mit Fußballangebot in Deutschland haben sich in der Corona-Krise als robust und widerstandsfähig erwiesen.“

Lage für viele Vereine existenzbedrohend

Die DFB-Umfrage bestätige damit größtenteils die Ergebnisse der Abfrage des BFV aus dem vergangenen Dezember, zeige aber auch: „Die Existenzsorgen der bayerischen Amateurfußballklubs haben sich weiter zugespitzt. Waren es bei der BFV-Umfrage im Dezember noch zehn Prozent, die ihre Situation als existenzbedrohend angesehen haben, gaben bei der neuerlichen Umfrage aus bayerischer Sicht 17,1 Prozent der Befragten an, dass sie die Auswirkungen der Corona-Krise in eine existenzbedrohende finanzielle Situation gebracht hätten“, so der BFV. Mehr als 100 000 Menschen, darunter rund 17 000 aus Bayern, nahmen über den Zeitraum einer Woche an der DFB-Umfrage teil – verteilt über nahezu alle Altersgruppen, rund 80 Prozent (Bayern: 85 Prozent) von ihnen männlich.

Untergangsszenario gibt es nicht

Rainer Koch, DFB-Vizepräsident und BFV-Präsident, sagt: „Der Amateurfußball lebt. Er erweist sich in dieser zuvor so nicht gekannten Krise als besonders widerstandsfähig, er zeigt sein ausgeprägtes Kämpferherz.“ Das schon vielfach prognostizierte „Untergangsszenario“ gebe es nicht. „Noch nicht“, so Koch. „Auch der Letzte muss jetzt verstehen, dass wir rasch wieder den Fußball brauchen, den wir alle so sehr lieben.“

Der Wunsch und das Bedürfnis, wieder aufs Spielfeld zurückzukehren, drückt sich deutlich in den Zahlen der Umfrage aus. 98 Prozent der Befragten vermissen laut Verband den Amateurfußball, 96 Prozent die Aktivitäten in ihrem Verein. Besonders fehlten den Menschen Gemeinschaft und Gemeinschaftsgefühl, noch mehr sogar als das aktive Spielen selbst.  

(mm)

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