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Andreas Faber durfte jubeln, nachdem er gegen den FC Bayern II traf.F: Leifer

Andreas Faber im Interview

Faber: "Lizenz war aussichtslos"

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Für den FC Unterföhring steht der Abstieg in die Bayernliga nach nur einem Jahr in der vierthöchsten Spielklasse bereits fest. Mit zehn Punkten ist der FCU abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und würde mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht das sportliche Ziel erreichen. Ein Führungsspieler, der noch dazu der Sohn des Vereinspräsidenten ist, stellt sich in schweren Zeiten den Fragen der tz.

Tabellenletzter und keine Lizenz beantragt – Unterföhrings Mittelfeldspieler Andreas Faber (29) erklärt in der tz, wie es dazu kam.

Mit was für Erwartungen gehen Sie in das Spiel?

Faber: Wir freuen uns drauf – ich hoffe, dass wir auch lange Freude an dem Spiel haben. Wir wollen es so lange wie möglich offenhalten. Klar sind wir Außenseiter – aber es ist nur ein Spiel. Beim 4:0 im Pokal haben wir uns in die Hosen gemacht. Ich glaube, einmal reicht (lacht). Ich hoffe, dass es nicht wieder 3:0 nach 20 Minuten steht.

Was gibt Ihnen Hoffnung?

Faber: Wir sind stabiler. Am Wochenende haben wir beim 0:0 in Burghausen zum ersten Mal zu null gespielt – leider auch wegen mir (Faber verschoss einen Elfer, d. Red.). Diese Stabilität wollen wir mitnehmen. Die Mannschaft ist nach wie vor heiß. Auch nach der Info, dass wir für die nächste Saison nicht melden.

Kam die Entscheidung, keine Lizenz anzumelden,  überraschend?

Faber: Es war eigentlich relativ aussichtslos mit unserer Platzproblematik und den Auflagen. In dieser Hinsicht sind wir halt noch ein Bayernliga-Verein.

Können Sie die Gründe genauer erklären?

Faber: Da wir in Heim­stetten spielen, haben wir 36 Auswärtsspiele. Dass das auf Dauer keine Lösung ist, ist klar. Im Sommer würden wahrscheinlich viele Spieler gehen – bei uns kann man kein Geld verdienen. Wir bekommen 250 bis 300 Euro. Das spielt halt normalerweise keiner Regionalliga. Zusammen mit dem Tabellenplatz sind das Gründe genug zu sagen: „Wir sind einfach noch nicht so weit.“

Nur ein Sieg und 58 Gegentore – war Unterföhring zu schlecht für die Liga?

Faber: Vielleicht zu blauäugig. Wir haben viele gute Spiele gemacht und oft kein Glück gehabt. Im Sommer hatten wir eine neue Mannschaft und mussten uns an die körperliche Komponente erst mal gewöhnen. Man muss aber nur auf die Tabelle schauen, um zu sehen, dass es nicht reicht.

Für das Spiel im Grünwalder Stadion lautet heute also die Devise: Ein letztes Mal genießen?

Faber: Klar – wir genießen das aber nicht, wenn wir 6:0 auf den Sack bekommen. Jeder soll nach dem Spiel in den Spiegel schauen können.

 Interview: Florian Fussek

Quelle: fussball-vorort.de

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