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Rückkehr: Vor über einem Jahr stand Manuel von Klaudy zuletzt im Tor.

Kreisligisten aus dem Münchner Norden vor Saisonstart

Aschheim greift an - Probleme in Lohhof - SVH II hofft auf Unterstützung

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Am Freitagabend startet im Fußball-Kreis München die Kreisliga in die neue Saison. Nach fünf Jahren in der Bezirksliga stieg der SV Lohhof wieder in die Kreisliga ab.

Trainer Manuel von Klaudy hat direkt zu Saisonbeginn mit Verletzungsproblemen in der Mannschaft zu kämpfen und stapelt deshalb tief. In der Gruppe 3 will Aschheims neuer Trainer Thomas Seethaler ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden. Beim SV Heimstetten II hoffen die Verantwortlichen auf eine ruhigere Saison als die vergangene.

Gruppe 1

Einen Platz unter den ersten Vier wollte Trainer Manuel von Klaudy eigentlich als Zielvorgabe für den SV Lohhof nach dem Abstieg ausgeben – „wenn wir eine halbwegs ordentliche Vorbereitung gehabt hätten“. Doch weil diese von zig Verletzungen und Urlauben geprägt war, klingt der Coach vor dem Auftakt am Sonntag um 14.30 Uhr beim SV Günding bei Weitem nicht mehr so selbstbewusst. Vielmehr rechnet von Klaudy mit einem „holprigen Start“ seines SVL, der nach dem Abstieg quasi runderneuert wurde. So haben gut ein Dutzend Kicker den Klub verlassen, darunter die Torhüter Fabio Di Salvo und Michael Zachskorn sowie die Stammkräfte Lukas Bachmeier, Lukas Siebler, Andre Gasteiger, Daniel Gädke und die Günaydin-Brüder Kevin und Nick. Demgegenüber stehen einige hochkarätige Zugänge – allen voran Gianfranco Soave und Luan da Costa Barros aus Ismaning sowie die Ex-Garchinger Patrick Hölzl, Fabio Bove und Frank Brodschelm. Letztere sind die neuen Torhüter in Lohhof, aber beide aktuell verletzt, weshalb am Sonntag wohl von Klaudy selbst das Tor hüten muss. Da auch sonst das Personal rar ist, sagt der Coach: „Ich bin froh, wenn wir in Günding elf fitte Spieler auf den Platz bringen.“

Gruppe 3

„Ich bin nicht nach Aschheim gekommen und habe den Kader nach meinen Wünschen zusammengestellt, um in der Kreisliga Fünfter zu werden“, sagt Thomas Seethaler, der einst beim FCA gekickt und im Sommer Zeljko Budisa als Coach abgelöst hat. Vielmehr will der Tabellensechste der Vorsaison, der zum Auftakt heute um 19.30 Uhr den TSV Zorneding empfängt, ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden. Zwar gibt Seethaler „oben mitspielen“ als Saisonziel aus. Doch zugleich betont er, dass ein Verein wie Aschheim von seinem Umfeld und seiner Sportanlage her mittelfristig zumindest in die Bezirksliga gehöre. Angesichts der prominenten Neuzugänge glauben nicht wenige, dass der FCA den Sprung schon diese Saison packen kann: Allen voran von seinen Ex-Klubs aus Lerchenau und Unterföhring hat Seethaler fast ein Dutzend Spieler nach Aschheim gelotst – darunter die Contento-Brüder Vincenzo und Domenico sowie vom FCU Maick Antonio, Tobias Oberrieder und Daniel Behr. Dazu kommen der Ex-Unterföhringer Robert Söltl, der wie David Müller als spielender Co-Trainer eingeplant ist, und Matija Zupanec. Er ist vom Landesligisten Grünwald gekommen, laboriert aktuell jedoch an einer Bänderverletzung und kann heute nicht auflaufen.

Durch einen Endspurt mit fünf Spielen ohne Niederlage hat der SV Heimstetten II vorige Saison noch den Kopf aus der Abstiegsschlinge gezogen. Dennoch konnte man beim SVH nicht zufrieden sein mit dem Jahr. „Wir hatten einen guten Kader, aber irgendwie war die Mannschaft nicht so richtig gestärkt“, sagt Abteilungsleiter Michael Matejka. Überdies habe die halbjährige Sperre für Spielertrainer Sebastian Kneißl nach dessen Roter Karte dem Team zugesetzt. Nach seiner Rückkehr traf der Ex-Profi immerhin zehnmal in elf Spielen und hatte so großen Anteil am Klassenerhalt. In dieser Saison wird Kneißl im Angriff erneut gefordert sein – zumal Sturmpartner Alexander Sigl sich arbeitsbedingt zum TSV Waldkirchen verabschiedet hat. „Sein Abgang tut uns weh“, räumt Matejka ein. Ebenfalls nicht mehr dabei ist Petar Barukcic, dessen Platz im Tor Yannick Poyda einnehmen wird – „ein richtig guter Rückhalt“, so Matejka. Zudem gebe es eine Abmachung mit der Ersten Mannschaft, dass sie stets drei bis vier Kicker für die Reserve abstelle, damit diese dort Spielpraxis sammeln. Zum Saisonstart tritt die Elf von Kneißl und seinen Co-Trainern Christoph Schleger und Dieter Lorenz am Sonntag um 14.30 Uhr beim TSV Oberpframmern an.

Von Patrick Stäbler

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