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Hinter dem Einsatz des angeschlagenen Tobias Nickl steht noch ein dickes Fragezeichen. 

Stehaufmännchen aus Niederbayern

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Auf den ersten Blick sollte da nicht viel anbrennen: Der Tabellenfünfte FC Deisenhofen empfängt am Samstag (15 Uhr) Kellerkind SpVgg Hankofen-Hailing. Doch Manager Franz Perneker erwartet gegen die Stehaufmännchen aus Niederbayern „ein ganz hartes Stück Arbeit“.

VON UMBERTO SAVIGNANO

DeisenhofenEin Blick in die jüngere Bayernliga-Geschichte bestätigt seine Einschätzung. Zuletzt landeten die Hankofner in der Endabrechnung dreimal auf Rang 13, also genau über dem Strich, und das jeweils auf bemerkenswerte Weise: In diesem Sommer schafften sie den Klassenerhalt auf den letzten Drücker, mit drei Siegen und drei Remis zum Ausklang und dank fremder Schützenhilfe am letzten Spieltag.

In der Saison davor stemmten sie mit drei Siegen in den letzten drei Partien einen ähnlichen Kraftakt auf dem Weg zum Liga-Verbleib. Und vor zwei Jahren, als der SV Pullach Meister wurde, durften sie auf dem Feld spontan mitfeiern. Die Raben hatten das direkte Duell an der Gistlstraße zwar mit 1:0 gewonnen, doch die anderen Ergebnisse bescherten der SpVgg die überraschende Rettung ohne Nerven aufreibenden Relegationsumweg.

Es handelt sich bei den Niederbayern also um echte Überlebenskünstler, und diese Eigenschaft müssen sie sich wohl auch in der laufenden Spielzeit bewahren. Derzeit stehen sie trotz stabiler Defensive (18 Gegentore, zwei weniger als der FCD) auf Rang 14, offensiv hapert es mit nur zehn Treffern – schlechtester Ligawert – gewaltig, wohl auch, weil die Mittelfeldlenker Mateusz Krawiec und Tobias Richter fehlen.

Doch auch diesmal scheint das Team aus dem Landkreis Straubing-Bogen gewappnet: In drei der jüngsten vier Duelle holten sie sich Punkte durch Treffer in der Nachspielzeit. „Wir wissen ziemlich genau, was uns da erwartet: Das ist spielerisch sicher nicht die Top-Mannschaft, aber sie hat andere Qualitäten, die nicht zu verachten sind“, sagt Perneker, der „Kampf, Willen und Tempo“ als Schlüsselfaktoren zum Erfolg sieht.

Da passt es zwar ganz gut, dass FCD-Coach Hannes Sigurdsson, der auf Tobias Rembeck (private Gründe) verzichten und um den angeschlagenen Tobias Nickl bangen muss, vor einer Woche beim 4:1 in Augsburg positiv vermerkte, dass sein Team den Weg zum Sieg nicht nur mit rein fußballerischen Mitteln geebnet habe: „Die Jungs wissen, dass sie es nicht nur immer spielerisch machen können, sondern auch kämpfen müssen.“

Doch Perneker glaubt diesmal an noch viel härteren Widerstand: „Das ist ein echter Charaktertest. Da wird sich herausstellen, ob wir mental wirklich schon so weit sind. Einen gewissen Schritt haben wir sicher schon gemacht, aber Augsburg hat es am Anfang schon spielerisch versucht. Hankofen wird noch einmal ein anderes Kaliber. Gegen solche Mannschaften hatten wir schon in der Landesliga immer unsere Mühe.“

FC Deisenhofen: Caruso - Muggesser, Poschenrieder, Köber, Vodermeier, Lucksch, Martin Mayer, Müller-Wiesen, Finster, Ngeukeu, Bachhuber

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