Bei Saisonabbruch keine Relegationsspiele

FC Deisenhofen hofft weiter auf den Aufstieg in die Regionalliga

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Bei einem Saisonabbruch würde der FC Deisenhofen nicht in die Regionalliga aufsteigen. Mit dem Wegfall der Relegation würde so auch der SV Pullach in der Liga bleiben.

Beim FC Deisenhofenregiert weiter das Prinzip Hoffnung. „Ich glaube nicht mehr, dass wir zu Ende spielen“, geht Marco Finster, Mittelfeldlenker des Bayernliga-Zweiten zwar aufgrund der Pandemiesituation von einem Saisonabbruch aus, aber: „Dann gilt die Quotientenregelung und dann muss man mal schauen, was mit dem Zweiten passiert.“

Hannes Sigurdsson: "Hast du eine gute Saison gespielt, wirst du bestraft"

In seinem aktuellen Vier-Punkte-Plan schließt der Bayerische Fußball-Verband für den Fall des vorzeitigen Saisonendes nach Paragraph 93 der Spielordnung eine Relegation aus. Doch die Deisenhofner wollen die Regionalliga auch im Falle der endgültigen Einstellung des Spielbetriebs noch nicht ganz abhaken. „Steigt der Zweite direkt auf oder muss er in der Liga bleiben?“, ist die Frage, die sichHannes Sigurdsson stellt. Der FCD-Coach wünscht sich, dass darüber noch einmal gründlich nachgedacht wird, gerade mit Blick auf diese überlange Coronasaison: „Hast du zwei Jahre lang eine schlechte Saison gespielt, wirst du belohnt. Hast du eine gute Saison gespielt, wirst du bestraft. Für den Zweiten wäre es richtig unfair, nicht aufsteigen zu können.“

Eine Überfrachtung des Terminplans in der kommenden Saison 2021/22 sieht Sigurdsson jedenfalls nicht, falls beide Bayernliga-Zweiten ohne Relegationsspiele aufrücken dürften. Schließlich spielen in derRegionalliga Bayern (wegen des zwischenzeitlichen Aufstiegs von Türkgücü München) derzeit nur 17 Teams. „Und in der Regionalliga Südwest sind sogar 22 Mannschaften“, so Sigurdsson.

Theo Liedl: "Natürlich sind wir froh, wenn wir nicht absteigen müssen"

Dem Bayernliga-16. SV Pullach würde ein Saisonabbruch mit Anwendung der Quotientenregelung und Wegfall der Relegation den Bayernligaverbleib bescheren. „Natürlich sind wir froh, wenn wir nicht absteigen müssen“, sagt Theo Liedl, doch der Sportliche Leiter des SVP sehnt ein vorzeitiges Ende der Spielzeit deshalb nicht unbedingt herbei: „Wir nehmen es, wie es kommt. Auch wenn es sich vielleicht komisch anhört, würden wir die Saison gerne fertig spielen und den Klassenerhalt sportlich versuchen. Ich bin überzeugt, dass wir das auch schaffen würden.“

Sollte der Spielbetrieb nicht fortgesetzt werden können, sieht Liedl aber Vorteile mit Blick auf die Runde 2021/22: „Dann planen wir zeitnah für die neue Saison.“ Die Spieler könnten, wenn sie sich nicht mehr im unsicheren Wartestand befinden, früher eine echte Pause einlegen, um auch etwas zeitiger als sonst mit der richtigen Vorbereitung zu beginnen, so Liedl: „Man könnte im Sommer ein, zwei Wochen früher anfangen, um peu-a-peu in den Flow zu kommen. Denn es macht doch einen Unterschied, ob du auf dem Trainingsplatz stehst oder im Wald läufst.“

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