+
Florian Lanz ist Trainer des FC Deisenhofen II und gewann bei euch das Voting zum besten Trainer 2018 der Kreisliga 1 Zugspitze.

Mit über 100 Stimmen Vorsprung ist der Coach des FC Deisenhofen II euer Trainer 2018

Lanz: „Ich glaube, dass wir nächstes Jahr wieder oben mitspielen“

  • schließen

Florian Lanz ist euer Trainer des Jahres 2018. Im Vorort-Interview spricht er über seine Pläne mit der U23 des FC Deisenhofen „mittelfristig in die Bezirksliga“ aufzusteigen.

Florian Lanz wurde von euch zum besten Trainer 2018 der Kreisliga 1 Zugspitze gewählt und zwar eindeutig: Mit über 100 Stimmen Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Im zweiten Teil unseres Interviews spricht er über seine Aufstiegsambitionen, wie er das Talent von Evrad Ngeukeu erkannte und sein persönliches Highlight 2018.

Teil eins des Interviews findet ihr hier.

Wenn die Mannschaft noch so jung ist, bleibt dir dann für die kommende Saison ein größerer Teil des Kaders erhalten, mit dem du weiterarbeiten kannst?

Richtig. Der Verein hat sehr gut gearbeitet und wir haben jetzt schon sehr, sehr viele Zusagen aus der jetzigen U19 für die U23 in der nächsten Saison. Das ist sehr erfreulich und der eine oder andere wird vielleicht noch in der Rückrunde oder dann spätestens im Sommer den Weg zu uns finden. Weil unsere Mannschaft eben sehr jung ist werden auch viele bleiben. Deswegen wird es vom Kader her in der U23 nächste Saison einfacher.

Bei uns im Interview meintest du, dein Ziel wäre es „mittelfristig in die Bezirksliga“ aufzusteigen. Ist das dann der Plan für die kommende Saison?

Ich will grundsätzlich immer oben angreifen und oben mitspielen. Fußballtrainer zu sein bedeutet für mich, das man immer das Beste aus dem Team rausholt und versucht, um den Aufstieg mitzuspielen. Wir wollen mit der ersten Mannschaft innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre in die Bayernliga. Da wäre es nur die logische Konsequenz, wenn nicht sogar zwingend notwendig, dass die U23 da auch nachzieht und in die Bezirksliga kommt.

Ich glaube, dass wir nächstes Jahr wieder oben mitspielen werden, weil der Kader breiter und auch qualitativ nochmal stärker werden wird.

„Ich möchte unbedingt noch zielstrebiger nach vorne spielen“

Was müsst ihr in eurem Spiel verbessern, um vorne noch mal angreifen zu können?

Für meine Verhältnisse haben wir etwas zu wenige Tore geschossen und vor allem auswärts waren wir nicht wirklich durchschlagkräftig. Bei uns hat das auch damit zu tun, dass wir bei Heimspielen die Reservisten aus der ersten bekommen, wenn wir im Anschluss an diese spielen. Da tun wir uns dann leichter, weil diese Spieler noch mal eine andere Qualität mitbringen. Auswärts können sie dann nicht immer mitfahren und dementsprechend tun wir uns schwer.

Und sonst?

Ich möchte unbedingt noch zielstrebiger nach vorne spielen, deshalb auch die Überlegung mit dem neuen System und zwei Spitzen. Unser Spiel muss variabler werden: Ich finde, dass wir manchmal zu leicht zu lesen sind. Wenn Gegner tief gegen uns stehen, müssen wir auch die Spielverlagerung viel schneller hinbekommen, weil sie sonst die Räume zu schnell eng machen können. Im Zweikampf sind in der Liga alle Mannschaften stark und uns körperlich überlegen. Da müssen wir schauen, dass wir uns weiterentwickeln.

„Ich wusste: Aus Evrad Ngeukeu wird was. Aber andere haben mich dafür eher belächelt“


Was war dein Highlight 2018, sowohl im Fußball als auch persönlich?

Privat habe ich viele Highlights, insbesondere Dank meiner Kinder, die mich immer wieder aufs neue erfreuen. Ansonsten ist es der erfolgreiche Abschluss meines BWL Studiums. Ich habe berufsbegleitend studiert und jetzt den Bachelor geschafft und das trotz Familie, Trainerjob und Beruf. Das war mein persönliches Highlight neben meiner Familie, die für mich eigentlich jeden Tag ein Highlight ist.

Und im Fußball?

Da war es die Aufholjagd in der Rückrunde der letzten Saison. Wir waren bis auf sechs Punkte an der Relegation dran und ich habe immer gesagt, dass wir es bis zur letzten Sekunde spannend halten wollen. Das ist uns bis zum letzten Spiel gelungen: Mit viel Kraft, viel Schweiß und viel Aufwand meinerseits und von meinem damaligen Co-Trainer Helmut Zellner. Beim letzten Spiel gegen den Meister Heilbrunn hatten wir es noch auf dem Fuß in die Relegation zu rutschen. Die Konkurrenz hat zur selben Zeit noch mitgespielt und wir hatten nebenbei den Liveticker offen. Dann haben wir einen Elfmeter gegen uns bekommen, der keiner war und geraten gegen die beste Defensive der Liga in Rückstand. Wir sind dann verzweifelt bei 30 Grad dagegen angerannt, immer mit der Hoffnung auf die Relegation. Als wir es nicht geschafft haben, war das schon enttäuschend, vor allem wenn man die Gesichter der Spieler sieht und ihnen Trost spendet.

Was nimmt ein Spieler aus solch einer Niederlage mit?

Das Positive war: Wir hatten eine sensationelle Rückrunde und waren bis zum letzten Spieltag dran, um den Aufstieg in die Bezirksliga zu spielen.

Toll ist natürlich auch, dass Uli (Evrad Ngeukeu) jetzt absoluter Stammspieler und Leistungsträger in der ersten Mannschaft ist. Vor eineinhalb Jahren hatte den noch keiner auf dem Schirm. Ich wusste: Aus dem wird was. Aber andere haben mich dafür eher „belächelt“ und gesagt „schau ma mal“. Ich habe da Recht behalten und das ist natürlich auch ein Highlight für mich.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Marco Bläser kehrt zum SV Heimstetten zurück
Marco Bläser wird in Zukunft das Amt des Teammanagers des SV Heimstetten übernehmen. Nachdem Michael Matejka kürzertritt, hat der SVH ein neues Gesicht gesucht.
Marco Bläser kehrt zum SV Heimstetten zurück
Fabian Cavadias startet bei Heimstetten durch
Dass Fabian Cavadias nach seinem Wechsel zum SV Heimstetten im Sommer erst mal gehörige Anlaufprobleme hatte, war seiner Jugend geschuldet – und das ist nicht im …
Fabian Cavadias startet bei Heimstetten durch
Befreiungsschlag im Derby
Mit drei Spielen ohne Sieg zeigte die Formkurve der Fortuna zuletzt deutlich nach unten. Doch ausgerechnet im Derby gegen den SV-DJK Taufkirchen gelingt Unterhaching der …
Befreiungsschlag im Derby
Vierte Pflichtspielniederlage in Serie für den SV Heimstetten
Durch drei Siege in Folge war der SVH im September vom letzten bis auf Platz 11 geklettert. Seit Anfang Oktober jedoch bekommt Christoph Schmitts Mannschaft plötzlich …
Vierte Pflichtspielniederlage in Serie für den SV Heimstetten

Kommentare