Her mit der Hose: Der Heimstettener Stefan Reuter macht einen Materialtest bei Martin Mayer vom FC Deisenhofen. Foto: Dieter Michalek

Heimstetten chancenlos

FC Deisenhofen setzt Duftmarke

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Gegen Regionalligist Heimstetten überzeugte Deisenhofen im Kollektiv. Am Ende steht ein überraschend deutlicher Testspiel-Erfolg.

Deisenhofen – Mit einem 3:0 (1:0)-Testsieg beim SV Heimstetten hat der FC Deisenhofen ein beeindruckendes Zeichen gesetzt. „Es war ein gutes Spiel, wir haben viele Chancen und Situationen zwei gegen eins oder allein gegen den Torwart kreiert. Insofern war das 3:0 gerechtfertigt“, zog Hannes Sigurdsson, Trainer des Landesliga-Dritten, nach dem Erfolg beim Regionalligisten ein positives Fazit.

Eine der Überzahl-Situationen nutzte Tobias Rembeck zur Führung: Nach Querpass von Michael Bachhuber musste er nur noch einschieben (40.). Auch das zweite Tor ging auf Rembecks Konto, diesmal per Kopf nach einer Ecke (68.). „Das habe ich noch nie von ihm gesehen“, staunte Sigurdsson, der den Doppel-Torschützen lobte, aber nicht herausheben wollte: „Er arbeitet hart und hatte eine sehr gute Vorbereitung, wie viele andere Spieler auch.“ In der Schlussminute markierte Bachhuber nach einem Konter das 3:0, zur Freude des Trainers: „Er hatte vorher schon viele Chancen. Gut für ihn, dass er das Torgefühl noch bekommen hat.“

Nach dem 3:4 gegen den TSV 1860 Rosenheim war das Heimstetten-Spiel schon der zweite FCD-Test in Folge gegen ein Regionalliga-Team. Und zwei weitere sind noch geplant, am Freitag beim TSV Buchbach und die Woche darauf am Samstag beim VfR Garching. „Gegen Regionalliga-Teams musst du anders spielen als in der Landesliga oder Bayernliga, wo wir viel Ballbesitz hatten. Es wird jeder Fehler bestraft, und du musst richtig verteidigen, auch etwas schmutziger spielen. Das ist ein sehr guter Lernprozess für unsere Spieler“, erhofft sich Sigurdsson einen Entwicklungsschub, den er schon zu erkennen glaubt: „Es kostet viel Energie, aber die Jungs machen das bis jetzt überragend.“

Die Orientierung an höherklassigen Kontrahenten ist auch ein Indiz für die Deisenhofner Ansprüche, weiter im Rennen um den Aufstieg mitzumischen. „Das ist ein klares Ziel“, bestätigt Sigurdsson. „Es ist jetzt zwar schwierig zu wissen, was passieren wird, es ist ja auch eine schwierige Situation für die Spieler. Aber man muss kühlen Kopf bewahren. Und die Mannschaften, die das schaffen, kommen am besten durch die Corona-Zeit.“ (Umberto Savignano)

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