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FC Hochbrück: Aushilfskeeper Marc Schindler avanciert zum Matchwinner

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Von: Patrik Stäbler

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„Er macht das, wofür wir ihn brauchen“: Der Hochbrücker Trainer Graziano Minichiello lobt Marc Schindler.
„Er macht das, wofür wir ihn brauchen“: Der Hochbrücker Trainer Graziano Minichiello lobt Marc Schindler. © Dieter Michalek

Eigentlich hätte Marc Schindler an diesem Nachmittag gar nicht im Tor stehen sollen. Doch dann verdreht sich Aleksandar Achatz, der Stammkeeper des FC Hochbrück, beim Warmmachen vor der Heimpartie in der A-Klasse 2 gegen den TSV Ludwigsfeld das Knie und kann daher nicht auflaufen. Und so muss Marc Schindler für ihn einspringen – „die gute Seele des Vereins“, wie ihn sein Trainer Graziano Minichiello nennt.

Hochbrück – Schließlich ist Schindler eigentlich gelernter Feldspieler, der sich jedoch bereit erklärt hat, bei Bedarf als Torhüter auszuhelfen. „Er macht das, wofür wir ihn brauchen“, sagt sein Trainer über den Aushilfskeeper. Und ausgerechnet dieser 34-Jährige avanciert in den folgenden neunzig Minuten zum Matchwinner. Denn vor allem in der ersten Hälfte treibt Schindler die drückend überlegenen Münchner mit seinen Paraden zur Verzweiflung. „Er hat einen richtig starken Tag erwischt“, lobt Graziano Minichiello.

Auch dank der Glanztaten ihres Torwarts reicht den Hochbrückern ein einziger Geistesblitz der eingewechselten Andy Bothar und Michael Rubenbauer, um am Ende einen 1:0-Heimsieg einzufahren. Wobei dieser alles andere als verdient gewesen sei, räumt der FCH-Coach ein: „Ludwigsfeld hätte nach der ersten Hälfte mit 4:0 oder 5:0 führen müssen. Aber wir hatten heute mehr als einen Schutzengel.“

Zudem hat Hochbrück einen Marc Schindler, der seine Elf im ersten Durchgang mehrmals vor dem Rückstand bewahrt. Dazu gesellt sich freilich auch eine große Portion Unfähigkeit beim Gegner. „Die Ludwigsfelder hatten mehrere hundertprozentige Torchancen, die sie nicht genutzt haben“, berichtet Minichiello. „Einmal haben sie den Ball sogar frei vor dem leeren Tor aus fünf Metern nicht reingebracht.“

Wie man derlei Einschussmöglichkeiten verwertet, zeigen die Platzherren in der 70. Minute. Da legt der eingewechselte Torjäger Andy Bothar die Kugel mustergültig in die Mitte zum ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Michael Rubenbauer. Der Angreifer, der normalerweise für die Zweite Mannschaft des Klubs aufläuft, hat aus sieben Metern wenig Mühe, das Spielgerät ins Netz zu befördern – zum 1:0, dem goldenen Treffer an diesem Tag.

Dass Ludwigsfeld danach weitere Topchancen vergeigt und sich kurz vor Schluss auch noch eine Rote Karte abholt, bleibt aus Sicht des FCH bloß eine Randnotiz bei diesem „sehr glücklichen Sieg“, wie ihn Trainer Graziano Minichiello nennt. Seine Mannschaft fährt damit nach zuletzt zwei Niederlagen – darunter eine 1:7-Abreibung beim SC Amicitia München – wieder mal einen Dreier ein.

Die bisherige Ausbeute von neun Punkten aus fünf Spielen nennt der Coach „schon okay“. Seine Zielsetzung für diese Spielzeit sei ein Platz unter den besten Drei, schließlich wolle man sich nach Rang vier in der Vorsaison verbessern, sagt Graziano Minichiello. „Und ich denke, dass die Mannschaft auf jeden Fall das Potenzial dazu hat, da vorne mitzumischen.“ (PATRIK STÄBLER)

FC Hochbrück – TSV Ludwigsfeld 1:0 (0:0)

FCH: Schindler, Bär, Vaguine, Wißwe, Zettl (25. Hagemann), Nita (68. Bothar), Koraschnigg, Hauptkorn, Kovacevic (65. Rubenbauer), Kink (72. Seyran), Torun (46. Chicuidean).

Tor: 1:0 Rubenbauer (70.).

Schiedsrichter: Harun Kurtoglu (SV Internationale Taufkirchen) – Zuschauer: 25.

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