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FC Ismaning: Coach Stijepic zieht den Hut vor seinem Team

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Von: Nico Bauer

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„Chapeau!“: Dem Perfektionisten Mijo Stijepic gefällt, was er auf dem Spielfeld sieht.
„Chapeau!“: Dem Perfektionisten Mijo Stijepic gefällt, was er auf dem Spielfeld sieht. © Förtsch

„Chapeau!“ Mit einem Wort sagte Mijo Stijepic alles. Ismanings Trainer zog den Hut vor seiner Mannschaft, die den Tabellenführer Deisenhofen mit 5:1 entzauberte und selbst auf eins sprang. Perfektionist Stijepic gratulierte seiner Mannschaft dazu, sich diese schöne Momentaufnahme erarbeitet zu haben.

Ismaning – Symbolisch für die beiden besten Mannschaften der ersten Bayernligawochen standen die Torjäger. Deisenhofens Nico Karger hat schon für den TSV 1860 in der 2. Bundesliga gestürmt, dann in Ismaning einen Elfmeter verwandelt und nach seiner Auswechslung kam bei Ismaning Daniel Gaedke. Als der etwas übergewichtige, technisch nicht übertalentierte Landesliga-Spieler nach Ismaning wechselte, fragten sich viele Experten anderer Vereine, warum der FCI das machte. Nun kam Gaedke als Joker und traf dreimal mit gnadenloser Konsequenz. Acht Tore in sechs Spielen ist eine Quote, die für sich spricht.

„Dieser Sieg kann nicht an einem Spieler festgemacht werden“, betont Mijo Stijepic. Dabei weiß der Trainer, dass auch er mit fußballerisch feinen Aktionen, Toren und tollen Vorlagen (einst für Florian Niederlechner) das Gesicht des Erfolgs war und das war ihm schon als Spieler unangenehm. Gefühlt kann der Coach derzeit nichts falsch machen, egal wen er aufstellt und welche Taktik er vorgibt. Und wenn die Ismaninger einmal hinten liegen, schießt halt das Genie Yasin Yilmaz einen Freistoß ins Tor.

Rückblickend auf ein großartiges Bayernligaspiel stellte Mijo Stijepic fest, dass der FCI verdient, aber etwas zu hoch gewonnen habe. Die wichtigste Erkenntnis ist aber, „dass wir mehr als andere Mannschaften nachlegen können“. Diesmal gingen vier von fünf Toren auf das Konto von Einwechselspielern. Auch das 1:1 in Dachau und zwei Treffer beim 4:1 gegen Schalding gehörten eingetauschten Akteuren – macht sieben Joker-Tore von zehn Treffern in den jüngsten Begegnungen. Das ist eine Ansage an die gesamte Liga. Wenn die Kräfte der Startformationen nachlassen, dann kann Ismanings zweite Welle den Unterschied sorgen. Vor allem aber ist das Spitzenteam aus dem Münchner Norden nahezu nicht ausrechenbar. (NICO BAUER)

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