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FC Ismaning: Diesmal fällt das späte Tor nicht

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Von: Nico Bauer

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Chef im Strafraum: Lorenz Becherer pariert souverän und rettet seinem Team das 0:0 in die Pause.
Chef im Strafraum: Lorenz Becherer pariert souverän und rettet seinem Team das 0:0 in die Pause. © Gerald Förtsch

Es war ein wildes Spiel mit jeder Menge Gesprächsstoff. Beim Bayernligaspiel FC Ismaning gegen TSV Nördlingen dachten zwei Mannschaft 90 Minuten offensiv und wollten unbedingt gewinnen. Bei dem 1:1 (0:0) gab es dennoch keinen Sieger.

Ismaning – In der Vorbereitung auf die Begegnung sahen die Ismaninger bereits eine gefährliche Offensive der Schwaben, denen aber defensive Schwächen gegenüberstehen. Auf dem Platz wollten beide Mannschaften marschieren, angreifen und mit Toren den Unterschied machen. In der torlosen ersten Hälfte war Nördlingen der gefühlte Punktsieger mit den zwingenderen Chancen. Zweimal standen die Gäste dann auch alleine vor dem Tor, aber jedes Mal parierte Lorenz Becherer klasse. Er rettete seine Mannschaft und hat die wochenlangen Torwartprobleme mittlerweile komplett beendet.

Nach dem Seitenwechsel erlebte ein unterhaltsames Spiel seinen wilden Höhepunkt. Die Ismaninger rannten vom Anstoß direkt nach vorne und bei der Hereingabe in den Fünfmeterraum fehlte nur der Abnehmer. Daraufhin spielten die Gäste zwei Steilpässe, nach denen Alexander Schröter frei vor dem Tor stand und diesmal auch Becherer keine Chance hatte. Am Ende der ersten 60 Sekunden von Durchgang zwei stand das 0:1.

In der 49. Minute machten die Ismaninger dann aber ganz schnell den Ausgleich. In der Entstehung lief der Ball in der gegnischen Hälfte schön über zehn Stationen und immer wieder war Jonas Redl am Ball. Der Wirbelwind kam dann auch durch zur Grundlinie und seine wunderbare Hereingabe musste Daniel Gaedke nur noch aus zwei Metern ins leere Tor schieben.

In der Folgezeit hatten die Platzherren dann Vorteile und immer wieder offensive Aktionen, aus denen sie mehr zwingende Abschlüsse hätten machen können. Ryohei Nishikawa setzte sich gefühlt 20 Mal auf dem Flügel durch und dann fehlte der letzte Pass oder die Flanke für die gute Torchance.

In den letzten Spielen drehte der FC Ismaning die Ergebnisse in der Schlussphase und auch diesmal schaltete er nach einigen Wechseln noch einmal einen Gang nach oben. Die Stijepic-Schützlinge waren dem Siegtor näher als Nördlingen und in der 88. Minute war der Ball auch drin, aber die Fahne des Linienrichters ging nach oben. Der sah eine Abseitsstellung, die zumindest knapp war. So mussten sich die Ismaninger nach zwei späten Siegen diesmal mit einem Remis begnügen, aber die Leistung stimmte. Und deshalb konnte man sich dann auch mit dem 1:1 anfreunden. (NICO BAUER)

FC Ismaning - TSV Nördlingen 1:1 (0:0).

FCI: Becherer - Jobst (69. Lommer), Weber, Roth - Krizanac, Yilmaz, Nishikawa (87. Davydov), Redl, Kubina - Schädler (56. Mittermaier), Gaedke (69. Bux).

Tore: 0:1 Schröter (46.), 1:1 Gaedke (49.).

Schiedsrichter: Andreas Hummel (Betzigau) – Zuschauer: 122.

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