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Michael Eder führte seinen FCU auch schon als Kapitän aufs Feld.

Abwehrspieler des FC Unterföhring im Interview

Eder: „Hatte schon vergessen, wie es ist, ein Tor zu schießen“

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Der 30-jährige Verteidiger schoss seinen FC Unterföhring am Samstag mit einem Doppelpack zum Sieg. Das besondere: Sein letztes Ligator liegt fünf Jahre zurück.

  • Michael Eder erzielte seine ersten Ligatore seit 2014 
  • Er hielt sich ein Jahr beim VfL Neuburg fit
  • Der 30-Jährige fühlt sich sehr wohl beim FC Unterföhring

Wie fühlt es sich an, seit Jahren wieder für den FC Unterföhring zu treffen - und dann gleich doppelt?

Das ist natürlich ein super Gefühl. Ich hatte fast schon vergessen, wie es sich anfühlt, ein Tor zu schießen (lacht). Dazu kommt, dass es sehr wichtige Tore für die Mannschaft waren. Das freut mich umso mehr. Mein letztes Tor hab ich 2017 im Toto-Pokal gegen den FC Pipinsried geschossen. Dadurch konnten wir dann in der nächsten Runde gegen den TSV 1860 München spielen.

Hast du etwas geändert, damit es mit den Toren wieder klappt?

Der einzige Unterschied war, dass wir in diesem Spiel die Ecken nicht kurz ausgeführt haben, wie wir es sonst tun. Das kommt mir nicht so entgegen. Aber in Waldkirchen war der Platz nicht so gut. Deshalb haben wir die Ecken lang geschlagen. 

„Es gab einige lustige Sprüche auf der Heimfahrt“

Was haben deine Mannschaftskollegen zu deinen Toren gesagt?

Es gab schon einige lustige Sprüche auf der Heimfahrt im Bus. Und es war klar, dass ich am Abend noch etwas ausgeben muss. Doch dann hat sich meine Freundin den Fuß gebrochen. Deshalb muss das wohl warten.

Wie siehst du sonst die Leistung gegen den TSV Waldkirchen?

Es war ein ganz anderes Spiel als gegen den SV Erlbach. Es war sehr kampfbetont und das Fußballspielen war nicht so möglich, wie sonst. Für die Rahmenbedingungen haben wir ein ziemlich gutes Spiel gemacht. Wir hatten vor dem Ausgleich auch große Chancen. Wenn wir die nutzen, sieht es ganz anders aus.

Als Nächstes geht es gegen Traunstein. Was erwartest du für ein Spiel?

Unser Platz daheim sieht gut aus, das kommt uns definitiv entgegen. Und zu Hause sind wir eigentlich eine Macht. Nichtsdestotrotz wird es ein sehr schweres Spiel. Traunstein steht nicht ohne Grund oben in der Tabelle. Gegen die oberen Mannschaften tun wir uns leichter, weil diese meistens auch mitspielen und sich nicht hinten reinstellen. Ich glaube, dass wir das Spiel gewinnen werden.

„Ich fühle mich so fit, wie nie“

Ihr seid nur fünf Punkte vom Tabellenersten entfernt. Ist der Wiederaufstieg noch das Ziel?

Vom Verein selbst wird überhaupt kein Druck gemacht. Das wäre auch nicht der richtige Ansatz. Nach zwei Abstiegen in Folge muss man sich erstmal wieder fangen. Trotzdem hat jeder in der Mannschaft den Anspruch, oben dranzubleiben und vielleicht auch den Aufstieg zu realisieren. 

Du spielst schon deine siebte Saison beim FCU. Willst du dort auch deine Karriere beenden?

Ich will auf jeden Fall die nächsten Jahre hier bleiben. Hier sind auch meine besten Freunde Michael Kain, Andreas Faber oder Pascal Putta - und viele andere. Ich habe zurzeit unglaublich viel Spaß und fühle mich so fit wie nie. Mit meiner Erfahrung bin ich im Moment wohl so gut wie nie zuvor in meiner Karriere. Und irgendwann will ich mit den Jungs in der AH beim FC Unterföhring spielen.

Warum konntest du letzte  Saison kein Spiel bestreiten?

Ich musste ein Jahr Pause machen, weil ich einen Teil meines Referendariats in Neuburg gemacht habe. Da blieb mir nichts anderes übrig, als ein Jahr zu pausieren. Ich habe mich beim VfL Neuburg fit gehalten, der auch eine klasse Mannschaft hat. Danach war aber klar, dass ich wieder zu meinem Heimatverein zurückkommen werde.

Text: Niklas Sagner

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