FCI-Bollwerk bricht komplett zusammen

- 2:4-Schlappe in Ansbach beendet Serie

Ismaning - Es ist eine Binsenweisheit, dass jede Serie irgendwann einmal reißt. Auch Fußballer wissen das, sind dann aber doch überrascht, wenn es dazu kommt. Nach fünf siegreichen Bayernligaspielen in Folge ohne Gegentreffer, hat es den FC Ismaning jetzt erwischt. Der Tabellenzweite unterlag bei der SpVgg Ansbach mit 2:4 (0:2). Eine Niederlage, die nicht hätte stattfinden müssen nach Herbert Sitters Eindruck.

Der Ismaninger Teamchef konnte nicht nachvollziehen, warum sich seine Männer nach 0:2-Rückstand bis zur 35. Spielminute erst auf 2:2 (66.) herankämpften, dann aber nicht in der Lage waren zumindest einen Zähler aus dem Fränkischen mit nach Hause zu nehmen. Ausgerechnet ein Kopfball nach Freistoß brachte den FCI wieder mit 2:3 ins Hintertreffen. Eine ungewohnte Schwäche der Abwehr, die bei Standardsituationen bislang immer auf dem Posten gewesen war. Diesmal war sie es nicht. Schon beim 0:1 durfte Katludowski nach einem hoch hereinfliegenden Eckball unbedrängt einköpfen. "Das versteh ich nicht", monierte Sitter die fehlende Zuordnung und schärfte seinen Leuten in der Pause größere Aufmerksamkeit ein.

Das schien Wirkung zu zeigen bei Ismaning, das kurzfristig auf den grippekranken Christian Jalsevec verzichten musste; für ihn rückte Stefan Summerer nach. Ansbach schlug aus seinen Chancen kein Kapital. Ismaning schon: Ein Freistoß von Manfred Leidenberger (52.) fand keinen Adressaten, sprang im Strafraum auf und ins Ansbacher Tor zum 1:2. Als der für Leidenberger eingewechselte Christian Kirchner eine scharfe Hereingabe von Dzevat Murici zum 2:2 (66.) verwandelte, war die Partie wieder offen. Sitters Hoffnung, Ansbach werde jetzt einbrechen, machte der zweite FCI-Abwehrschnitzer zunichte, als Müller besagten Freistoß einnickte. Dazu passte, dass Karim Cetinkaya kurz darauf nach einer Murici-Ecke zu zaghaft an den Ball ging und freistehend neben das Ziel köpfte. Ansbach machte es besser und erhöhte nach Konter durch Esslinger zum 4:2. "Über die Höhe der Niederlage wird unter der Woche zu sprechen sein", vertagte Sitter die Fehleranalyse vorerst. Gestern ging es auf die Wiesn zur gemeinsamen Frustbewältigung. Martin Lühr FC Ismaning: Baum, Leidenberger (60. Kirchner), Arzberger (70. Cetinkaya), Haushahn, Strunz, Steinweg, Summerer, Simunic (56. Kühl), Murici, Westermair, Linnemann. Tore: 0:1 Katludowski (20.), 0:2 Esslinger (39.), 1:2 Leidenberger (52.), 2:2 Kirchner (66.), 2:3 Müller (75.), 2:4 Esslinger (85.). Schiedsrichter: Konstanpopolos. Zuschauer: 450.

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