Ein Bild aus guten Zeiten: Zuletzt bestand der Kader der Feldkirchner Fußballer noch aus sechs Leuten.
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Ein Bild aus guten Zeiten: Zuletzt bestand der Kader der Feldkirchner Fußballer noch aus sechs Leuten.

Zu wenige Spieler

TSV Feldkirchen holt FC Dreistern ins Boot - Spielgemeinschaft für eine Saison

  • Patrik Stäbler
    VonPatrik Stäbler
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Der TSV Feldkirchen tritt in der neuen Saison in einer Spielgemeinschaft mit dem FC Dreistern an. Der Zusammenschluss war aufgrund der wenigen Spieler unabdingbar.

Feldkirchen – Nach einer Woche Vorbereitung hat der TSV Feldkirchen sein erstes Testspiel bestritten. Beim TSV Zorneding ging die Elf von Trainer Markus Kubick durch ein Freistoßtor von Vladimir Crnjac in Führung, ehe die Gastgeber kurz vor Schluss zum 1:1-Ausgleich kamen. So weit, so unspektakulär – könnte man meinen. Doch für den TSV bedeutete dieses Vorbereitungsspiel eine Zäsur. Denn erstmals trat der B-Klassist in einer Spielgemeinschaft an – als SG Feldkirchen/Dreistern.

Wieso sich der Klub aus dem Münchner Osten mit dem Verein aus Neutrudering zusammengeschlossen hat? Stellt man diese Frage Florian Harreiner, der seit Juni Sportlicher Leiter in Feldkirchen ist, dann verweist er auf das erste Training nach der unendlichen Corona-Zwangspause. Da sei die Schar der Spieler um Trainer Markus Kubick ziemlich überschaubar gewesen, berichtet Harreiner. „Es waren gerade mal sechs Leute.“

TSV Feldkirchen: Pandemie verkleinert kleinen Kader nochmal - Zusammenschluss mit FC Dreistern

Schon in der Abbruchsaison 2019/2021, in der Feldkirchen als Tabellenletzter in die B-Klasse abgestiegen ist, war der Kader des TSV nicht gerade üppig. In der Pause hätten dann einige Spieler pandemiebedingt ganz aufgehört; zudem wechselten mehrere Kicker zu anderen Klubs – wohl auch wegen des Abstiegs. „Uns war klar, dass wir mit einem so kleinen Kader nicht in die Saison gehen können“, sagt Harreiner. „Es bestand die Gefahr, dass wir die Mannschaft abmelden müssen.“

Aus diesem Grund wurde der Sportliche Leiter des TSV beim FC Dreistern vorstellig, zu dessen Abteilungsleitung er gute Kontakte pflegt und von dem er wusste, „dass sie eher zu viele Spieler haben“, so Harreiner. In „zwei, drei Telefonaten“ hätten er und FC-Spartenchef Markus Englert die Rahmenbedingungen für die Spielgemeinschaft geklärt. In der Folge seien 18 Spieler aus Feldkirchen und zehn Kicker vom FC Dreistern zu einem Kader verschmolzen. Dieser trainiert seit Mitte Juli zusammen - dienstags in Neutrudering, donnerstags in Feldkirchen, wo ab 22. August auch die Ligaspiele stattfinden.

TSV Feldkirchen: Keine Bedenken der Spieler wegen Spielgemeinschaft - TSV federführend

Er habe durchaus mit skeptischen oder gar kritischen Worten aus der Mannschaft gerechnet, sagt Florian Harreiner. „Aber die Reaktionen waren durchweg positiv. Ich denke, dass jeder selbst gemerkt hat, dass es wenig bringt, wenn wir nur zu sechst im Training stehen.“ Zudem, das betont Harreiner, sei der TSV „der federführende Verein“ in der Spielgemeinschaft. Diese sei zunächst für ein Jahr angelegt. „Wie es danach weitergeht, muss man sehen“, sagt der Sportliche Leiter, ehe er darauf hinweist: „Als Ort wie Feldkirchen und für den ganzen Verein ist es mittelfristig sicher sinnvoll, wenn man eine Erste Mannschaft alleine hat.“

Vorerst aber werden die TSV-Kicker als Spielgemeinschaft mit dem FC Dreistern antreten, der seinerseits noch zwei Teams in der Kreisklasse und B-Klasse hat. Trainiert wird die Mannschaft von Markus Kubick, der erst Anfang des Jahres vom FC Puchheim nach Feldkirchen gekommen ist und dort weiterhin auf sein Pflichtspieldebüt mit dem neuen Klub wartet. Immerhin: Bei jenem Testspiel in Zorneding ist der 38-Jährige nun schon mal an der Linie gestanden – wenn auch nicht beim TSV Feldkirchen, sondern bei der SG Feldkirchen/Dreistern. (Patrik Stäbler)

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