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Frust pur bei Hachings Felix Schröter - in Hintergrund bejubelt der 1. FC Saarbrücken das Siegtor in der Nachspielzeit.
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Frust pur bei Hachings Felix Schröter - in Hintergrund bejubelt der 1. FC Saarbrücken das Siegtor in der Nachspielzeit.

SpVgg Unterhaching kassiert bittere Pleite

Tabellenführer für 19 Minuten

  • vonChristian Amberg
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Geführt, gut mitgehalten und am Ende - in der Nachspielzeit - nicht aufgepasst: Bitteres Ende für die SpVgg Unterhaching im Drittligaspiel beim 1. FC Saarbrücken.

Unterhaching – 19 Minuten lang war die SpVgg Unterhaching gestern Tabellenführer der 3. Liga, am Ende einer guten Partie kletterte allerdings der 1. FC Saarbrücken auf den zweiten Tabellenplatz vor. Mit einem Treffer in der Nachspielzeit entschied der Aufsteiger das Top-Spiel des fünften Spieltags mit 2:1 für sich. Bei Haching-Trainer Arie van Lent war der Frust nach dem späten Treffer „sehr groß“.

„Totalen Quatsch“ nannte van Lent die Abwehrarbeit seiner Elf in der 93. Minute, mit der sie sich um den verdienten Lohn brachte. „Der Druck vom Gegner war am Ende groß, ein 1:1 wäre okay gewesen. Aber das ist sehr ärgerlich, das war nur noch Wegschenken“, so Hachings Cheftrainer im Interview bei „MagentaSport“.

Es war die letzte Szene der Partie, bei der die SpVgg ganz schlecht aussah. Schleimer durfte flanken, Jacob konnte den Ball ohne Gegenwehr unhaltbar ins Tor köpfen. „Vielleicht haben wir die falschen Schuhe angehabt“, meinte van Lent mit Blick auf den Platz, „das war nicht das erste Mal, dass wir ausgerutscht sind.“

Seine Kritik setzte aber auch schon vorher an. Nach der Führung durch Joker Felix Schröter in der 60. Minute, der nach einem Ballverlust Saarbrückens die SpVgg mit einem satten Flachschuss vorübergehend auf Tabellenplatz eins beförderte, taten die Gäste zu wenig für die Offensive. „Wir haben es nochmal richtig spannend gemacht, gar nicht mehr nach vorne gespielt und keine Bälle mehr gehalten“, ärgerte sich van Lent, „da war überhaupt keine Entlastung mehr.“

Für Schröter, vergangene Saison im Sturm gesetzt, war es nach drei Spielen ohne Einsatz der erste Saisontreffer. Er reichte nicht, weil die Hausherren danach einen Gang zulegten und in der 79. Minute durch Mendlers Schuss nach tollem Pass von Schleimer ausgleichen konnten. „Hochverdient“, wie van Lent zugab. Kurz vor dem entscheidenden 2:1 musste Torhüter Nico Mantl auch schon bei einem Schuss von Bösel mit den Fäusten retten, dann gelang Saarbrücken in der 93. Minute der „Lucky Punch“.

Unterm Strich zu wenig für Unterhaching, weil in einem sehr guten Drittliga-Spiel die Kräfteverhältnisse bis in die zweite Halbzeit hinein ausgeglichen waren. Vor der Pause hatte die SpVgg etwas mehr vom Spiel und durch Patrick Hasenhüttl (20.) und zweimal Moritz Heinrich (42. und 45.) auch die besseren Torchancen. Bis zum Ende hielten die Gäste das konsequente Spiel aber eben nicht durch, kassierten somit die zweite Saisonniederlage und rutschten auf den vierten Platz ab, statt 1860 München an der Tabellenspitze abzulösen. Aufsteiger Saarbrücken feierte im dritten Heimspiel den dritten Sieg, die SpVgg kassierte im dritten Auswärtsspiel die zweite Niederlage.

FCS-Trainer Lukas Kwasniok war die Freude über den Dreier anzumerken, er gab aber auch zu: „Wir waren über 90 Minuten vielleicht ein halbes Tor besser und sind deswegen kein unverdienter, aber definitiv ein glücklicher Sieger.“ Er freute sich bereits aufs Rückspiel und dass dann hoffentlich Zuschauer zugelassen sind. Gestern mussten im Ludwigspark aufgrund der Corona-Infektionszahlen kurzfristig die Ränge doch leer bleiben, nachdem bis Donnerstag noch 900 Fans erlaubt gewesen waren. „Zuschauer hätte dieses Spiel auf jeden Fall verdient gehabt“, so Kwasniok.

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