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„Kirche im Dorf lassen“: Aufstieg kein bisschen ein Thema beim FC Ismaning

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Von: Nico Bauer

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Einer der Ismaninger mit Führungsqualität ist Kapitän Alexander Jobst (l.), hier beim jüngsten Bayernligaspiel in Hallbergmoos.
Einer der Ismaninger mit Führungsqualität ist Kapitän Alexander Jobst (l.), hier beim jüngsten Bayernligaspiel in Hallbergmoos. © Christian Riedel

Der FC Ismaning könnte sich mit einem Sieg im Dienstagabendspiel dem Relegationsplatz nähern. Aber: Ein Aufstieg ist kein Thema beim Fußball-Bayernligisten.

Ismaning – Sportlich könnte es noch einmal richtig spannend werden in der Fußball-Bayernliga Süd, wenn der FC Ismaning sein Nachholspiel gegen den SV Donaustauf (Dienstag, 18.15 Uhr) gewinnen sollte. Da der Zweite FC Ingolstadt II wegen des Abstiegs der ersten Mannschaft nicht aufsteigen kann, belegen derzeit Regensburg II und Donaustauf den Relegationsplatz, an den die Ismaninger bis auf fünf Zähler herankommen können.

Die Option ehrt den FCI, aber der Verein bleibt völlig tiefenentspannt. „Wir müssen einfach die Kirche im Dorf lassen – und vor der Saison hätte ich unseren aktuellen achten Platz gerne unterschrieben“, sagt Präsident Emanuel Eisenreich. Er wäre glücklich und zufrieden, wenn man am Ende zwischen Rang sechs und neun stehen würde. „Mit der Regionalliga habe ich mich nicht befasst, und das Wort Aufstieg nehme ich sicher nicht in den Mund“, sagt Eisenreich, „aber klar ist auch, dass wir in jedem Spiel auf den Platz gehen, um zu gewinnen.“

Der Vereinschef macht auch deutlich, dass der FC Ismaning von seinem Kurs um keinen Millimeter abweichen werde. Heuer hat man mit Alexander Jobst und Yasin Yilmaz zwei Routiniers mit Führungsqualitäten und darum herum viele junge Leute mit großem Entwicklungspotenzial. Im kommenden Sommer werden auch weitere Spieler aus der eigenen U19 zur ersten Mannschaft transferiert. „Es ist ein großer Vorteil, dass sich Cheftrainer Mijo Stijepic und der U19-Trainer Jacky Muriqi so gut verstehen“, sagt Eisenreich.

Die starke FCI-Jugend ist der Grund, dass sich die Ismaninger auf dem Transfermarkt nur noch punktuell nach Verstärkungen umsehen. „Wir tauschen eben nicht den Kader jedes Jahr aus wie der nächste Gegner“, sagt Eisenreich mit Blick auf Donaustauf. Die einzige Verbindung der Vereine ist Tobias Killer, der Kandidat für den Pechvogel des Jahres in der Bayernliga ist. Er wechselte im vergangenen Sommer von Ismaning nach Donaustauf und absolvierte beim neuen Klub nur ein Testspiel. Ansonsten war der arme Kerl immer verletzt.

Voraussichtliche Aufstellung FCI: Radic - Jobst, Weber (Roth), Tomasevic - Hofmann, Krizanac (Bux), Schad, Yilmaz, Mittermaier - Hauk (Gaedke), David.

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