Trubelfreie Atmosphäre beim FC Deisenhofen genießt Trainer Hannes Sigurdsson – und dass sich sein Kader allmählich wieder füllt.
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Trubelfreie Atmosphäre beim FC Deisenhofen genießt Trainer Hannes Sigurdsson – und dass sich sein Kader allmählich wieder füllt.

Spielertrainer tritt zurück wegen zuviel „Unruhe im Umfeld“

Turbulenzen bei FC Deisenhofen-Gegner Türkspor

  • Umberto Savignano
    VonUmberto Savignano
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Nach dem 0:3 beim SV Donaustauf bekommt es der FC Deisenhofen abermals mit einem personell hochgerüsteten Bayernliga-Favoriten zu tun.

Deisenhofen - Am Samstag (15 Uhr) zuhause gegen Türkspor Augsburg sollen aber wieder Punkte her. Die Turbulenzen beim Gegner, der zuletzt gegen den FC Ingolstadt II ebenfalls mit 0:3 verlor, trotz zahlreicher Ausfälle aber immerhin auf Platz fünf liegt, könnten helfen: Spielertrainer Matthias Strohmeier trat in dieser Woche zurück, weil „für mich völlig unverständlich, die Unruhe im Umfeld des Vereins in den letzten Wochen immer größer wurde“, wie der 27-Jährige gegenüber dem Portal Fußball-Vorort.de seinen Entschluss begründete.

Die Deisenhofner werden es mit Interesse vernommen haben, wissen aber, dass sie sich gegenüber dem Auftritt in Donaustauf vor allem selbst steigern müssen. „Wir haben dort Fehler gemacht, die sonst vielleicht in der Bayernliga nicht so bestraft werden, die dieser Gegner mit seinen starken Individualisten aber gnadenlos bestraft hat“, urteilt Manager Franz Perneker, der das Spiel seiner Mannschaft nicht schlecht, aber eben auch nicht am oberen Limit sah: „Wenn wir in der zweiten Halbzeit das 2:1 schießen: Wer weiß, wohin es geht? Aber es war eine verdiente Niederlage.“

Perneker sieht TürkSpor Augsburg auf Augenhöhe

Generell findet Perneker eine Standortbestimmung in der fünfthöchsten Spielklasse sogar nach dem ersten Saisondrittel noch schwierig, verbürgt sei jedoch ein hohes Niveau. „Die Bayernliga ist in der Spitze in dieser Saison einfach brutal gut besetzt. Man kann aber noch überhaupt nicht abschätzen, wohin es für die einzelnen Teams geht. Momentan kann jeder jeden schlagen. Türkspor Augsburg ist nicht so weit weg von uns, sie hatten aber tatsächlich extrem viele Verletzte, konnten sich jetzt, nachdem die englischen Wochen vorbei sind, vielleicht auch etwas erholen.“ Ob dieser Faktor die Unruhe im Umfeld aufwiegt, bleibt dabei die spannende Frage.

Völlig ohne Trubel kann hingegen Deisenhofens Trainer Hannes Sigurdsson arbeiten. Und sein Kader füllt sich wieder. Michael Vodermeier und Michael Bachhuber, die in Donaustauf aus privaten Gründen fehlten, sind wieder dabei. Leon Müller-Wiesen muss allerdings wohl erneut passen. „Die Halbzeit, die er im vorletzten Spiel gegen Schwabmünchen gespielt hat, war schon okay, aber wir haben Angst, dass ein dauerhafter Einsatz zu früh kommt. Er hat hartnäckige muskuläre Probleme und die Gesundheit des Spielers geht vor.“, so Perneker. Auch Constantin Dittrich fehlt wegen seiner Rückenbeschwerden noch, Lukas Presch (Kreuzbandriss) sowieso. „Die anderen angeschlagenen Spieler stehen aber grundsätzlich wieder bereit“, vermeldet der Manager.

FC Deisenhofen: Caruso - Schneiker, Nickl, Köber, Vodermeier, Rembeck, Finster, Lucksch, Martin Mayer, Schmid, Bachhuber

Vier Spiele an einem Tag: Fußball-Marathon ist Premiere in der Vereinsgeschichte

Die Fans des FC Deisenhofen können sich am Samstag so richtig sattsehen: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte bestreiten alle vier Herrenteams an einem Tag nacheinander ihre Heimspiele. Um 13 Uhr eröffnet die in der Kreisliga auf Rang zwei liegende U23 mit dem Verfolgerduell gegen den Sechsten ASV Habach den Fußball-Marathon. Dann folgt um 15 Uhr das Bayernligateam gegen Türkspor Augsburg. Um 17 Uhr empfängt der FCD III den TSV Grünwald II zum A-Klassen-Derby, ehe um 19 Uhr die vierte Mannschaft mit dem C-Klassen-Match gegen die SG SF Egling III den langen Heimspieltag abschließt. Sowohl das dritte als auch das vierte FCD-Team treten dabei als Spitzenreiter an.

„Viele Vereine leiden unter Corona, weil Spieler weggehen, bei uns ist eigentlich das Gegenteil der Fall. Unsere vierte Mannschaft hat sich ja sogar im vergangenen Jahr während der Pandemie gegründet“, freut sich FCD-Manager Franz Perneker. „Das ist auch eine Folge unserer guten Jugendarbeit. Und es zeigt, dass auch im Herrenbereich wirklich jeder in Deisenhofen Fußball spielen kann.“ Auch beim Nachwuchs sei die Anzahl der Aktiven trotz Corona recht stabil, so Perneker: „Nur ganz vereinzelt haben wir Spieler verloren, zum Beispiel einen, der jetzt Kraftdreikampf macht, weil er dafür durchgehend trainieren konnte. Aber die Verluste halten sich sehr in Grenzen.“

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