Fußball Bayernliga

Erstes Endspiel für den SV Pullach

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Der SV Pullach steckt im Abstiegskampf der Fußball-Bayernliga Süd. Zwölf Versuche bleiben noch, um den Sturz in die Landesliga abzuwenden.

Pullach – Zwölf Partien bleiben dem SV Pullach, um sich in der Bayernliga Süd auf einen Nichtabstiegsplatz vorzukämpfen oder, wie es Manager Robert Bäumel ausdrückt: „Zwölf Endspiele!“ Das erste, am Samstag (14 Uhr) zuhause gegen den TSV Landsberg, ist in diesem Dutzend sicher eines der wichtigsten, zum einen, weil das Team vom Lech als Zwölfter mit fünf Punkten Vorsprung zu den an 17. und vorletzter Stelle stehenden Raben als direkter Konkurrent gilt, zum anderen, weil es eben die erste Standortbestimmung im neuen Jahr ist: „Ein Sieg würde der Stimmung enorm guttun“, so Bäumel. Schließlich gelte es, den Schwung aus den Testspielen mitzunehmen, die der SVP allesamt gewonnen hat. 

Dem 6:0 gegen den Bezirksligisten FC Aschheim und den 2:1-Erfolgen beim Regionalligisten SV Heimstetten sowie gegen den SE Freising (wir berichteten) folgten ein 3:2 gegen den TuS Holzkirchen und ein 3:1 beim FC Unterföhring. Die letzten drei Gegner spielen in der Landesliga, und das sei kein Zufall, erläutert Bäumel: „Wir haben die Lehren aus der Sommervorbereitung gezogen.“ Damals ließ Spielertrainer Alexander Benede seine Raben vor allem gegen höherklassige Teams antreten, und es kam das eine oder andere Ergebnis heraus, das sich womöglich doch aufs Gemüt schlug, etwa die „saubere Klatsche“ (Bäumel) gegen den gerade in Richtung 3. Liga durchmarschierenden Regionalliga-Aufsteiger SV Türkgücü-Ataspor. Einen ähnlichen Tiefschlag wie jenes 0:12 wollte man sich diesmal ersparen.

 „In unserer Situation haben wir uns, mit der Ausnahme Heimstetten, bewusst für Spiele gegen Landesligisten entschieden“, sagt Bäumel, der glaubt, dass sich diese Strategie ausgezahlt hat: „Es ging darum, etwas auszuprobieren, stabiler zu stehen und Selbstvertrauen zu tanken. Nicht nur wegen der Ergebnisse, sondern auch damit, wie sie zustande gekommen sind, bin ich sehr zufrieden.“ 

Verzichten muss Coach Benede auf zwei Langzeitverletzte, beide mit Knieblessuren: Neben Martin Bauer, für den die Saison voraussichtlich gelaufen ist (wir berichteten), hat es auch Selcuk Altug mit einer Knochenabsplitterung schlimm erwischt. „Er wurde schon operiert, in vier Wochen gibt es aber noch einen Eingriff“, erzählt Bäumel. Ansonsten sind alle Mann an Bord, Benede hat Alternativen genug und könnte durchaus mit der einen oder anderen unerwarteten Personalie aufwarten, deutet Bäumel an, ohne etwas Konkretes zu verraten: „Es gibt ein paar Gewinner der Vorbereitung, aber wir wollen Landsberg überraschen.“  um

SV Pullach: Krasnic - Brändle, Jobst, Benede, Heinzlmeier, Koudossou, Gaigl, Hutterer, Sütlü, El Sayed, Diep

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