Fußball Bayernliga

FC Ismaning präsentiert sich als fragiles Gebilde

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Im Landkreis-Derby der Bayernliga Süd verspielen die Fußballer des FC Ismaning eine 2:1-Führung und unterliegen dem SV Pullach noch 2:3.

Ismaning – Zwei Spiele gibt es zwar noch, aber eine traurige Gewissheit ist nun so gut wie sicher. Der FC Ismaning wird einmal mehr als Bayernliga-Abstiegskandidat überwintern, denn im Kellerduell gab es mit dem 2:3 (1:1) gegen den SV Pullach eine richtig schmerzhafte Niederlage. Mit nunmehr sieben Punkten aus elf Spielen sind Ismaning und der abgeschlagene Letzte Nördlingen die beiden schlechtesten Heimmannschaften der Liga.

Im Fall des FC Ismaning könnte das ganz anders sein, und auch im Landkreis-Derby hatte der FCI alle Chancen, eine Wende zu schaffen. In der Mitte der zweiten Halbzeit führte Ismaning 2:1, hatte das Spiel komplett im Griff und immer wieder Torchancen für einen weiteren Treffer. „Wir hätten nur das 3:1 und das 4:1 machen müssen“, sagte später ein frustrierter Ismaninger Trainer Mijo Stijepic.

Der FCI hatte nach den ersten beiden Bayernligatoren von Shootingstar Jonas Redl den Gegner am Leben gelassen. Alles sah aus, als würde man am Abend den Außenverteidiger feiern. Dieser traf zum 1:1 ziemlich clever gegen die Sprungrichtung des Torwarts und machte das 2:1 mit der wunderbaren Frechheit eines jungen Spielers. Er setzte sich klasse auf links durch, alle warteten auf die Hereingabe – und Redl zimmerte die Kugel direkt ins lange Eck.

Der FC Ismaning wähnte sich des Heimsiegs schon sicher, als Pullach das Momentum in einer Sekunde drehte. Michael Hamberger traf in der 72. Minute ebenfalls zum zweiten Mal, und wie beim frühen 0:1 (12.) ließen die Ismaninger den Gegner spielen und kaum bedrängt zum Abschluss kommen.

Und dann zeigte sich ganz schnell, was für ein fragiles Gebilde der seit nun sechs Spielen sieglose FC Ismaning ist. Mit dem 2:2 drehte sich das Spiel extrem, die Pullacher sahen ihre Chance. Das dritte Tor der Gäste war gefühlt nur eine Frage der Zeit und fiel dann auch zwei Minuten vor dem Ende. Ismaning warf noch einmal alles nach vorne, und in der Nachspielzeit war Torwart Fritz nicht weit weg von einem Tor, aber die Seuche im eigenen Stadion war stärker.

Nach einem mickrigen Sieg in elf Spielen ist es beim FC Ismaning eine Überlegung wert, in zwei Wochen gegen den Tabellenzweiten Wasserburg in den Sportpark auf den dortigen Kunstrasen zu gehen. Vielleicht kann man so das schlechte Omen abstreifen und zumindest oberhalb der Relegationsplätze überwintern. 

FC Ismaning – SV Pullach 2:3 (1:1).

FCI: Fritz – Redl, Ehret (46. Neuber), Kubina, Siedlitzki (76. Moradi) – Weber, Mori, Siebald, Fischer – Hauk (62. Lopes), Schädler.

Tore: 0:1 Hamberger (12.), 1:1 Redl (22.), 2:1 Redl (47.), 2:2 Hamberger (72.), 2:3 Rauscheder (88.).

Schiedsrichter: Thomas Berg (Landshut).

Zuschauer: 161.

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