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FC Ismaning verteilt großzügig Geschenke - Elfmeter-Schock in der 89. Minute

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Von: Nico Bauer

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Die frühe Führung durch Alexander Jobst (r.) reicht am Ende nicht für den FC Ismaning: Der Fußball-Bayernligist unterliegt Türkspor Augsburg 1:2.
Die frühe Führung durch Alexander Jobst (r.) reicht am Ende nicht für den FC Ismaning: Der Fußball-Bayernligist unterliegt Türkspor Augsburg 1:2. © Dieter Michalek

Der FC Ismaning war im Bayernliga-Heimspiel einem Remis gegen Türkspor Augsburg nahe, ehe die Gäste per Elfmeter einen Duselsieg ergatterten.

Ismaning – Vor der Fußball-Saison hätte sich jeder Verein in der Bayernliga Süd damit anfreunden können, gegen den Promikader von Türkspor Augsburg einen Punkt holen zu können. Für den FC Ismaning wäre ein Remis zu wenig gewesen, aber das 1:2 (1:1) hatte man sich nicht verdient gegen die türkischen Glücksritter aus Augsburg.

Die erste Phase des Spiels prägten einige Ecken, die symbolisch für das Ismaninger Agieren standen. Und es war kein Zufall, dass die Mutter aller Standards das erste Tor brachte. Alexander Jobst brachte am Fünfmeterraum in der Vollversammlung als Erster den Kopf an den Bal- – der FC Ismaning hatte aus wenig viel gemacht.

FC Ismaning: Fehler von Keeper Cedo Radic begünstigt Ausgleich

Nun mussten die Augsburger aktiver werden, und dabei taten sie sich ziemlich schwer. Umso tragischer war der Ausgleich aus dem Nichts. In der 39. Minute kam eine harmlos aussehende Hereingabe von links, und Torwart Cedo Radic faustete die in den gefährlichen Bereich Richtung Elfmeterpunkt. Dort musste Emre Arik den Ball nur in das leere Tor hineinschieben. Nach zuletzt sehr starken Leistungen ging dieser Treffer auf die Kappe des Torwarts.

Nach dem geschenkten Comeback im Match blieben die Augsburger Türken weiterhin den Beweis schuldig, eine Spitzenmannschaft in der Liga mit Aufstiegsambitionen zu sein. Spieler wie beispielsweise Moustapha Salifou, der schon in der englischen Premier League für Aston Villa gespielt hat, oder der lange Jahre in der Regionalliga stürmende Dominik Weiß (Bayern II, Burghausen, Schweinfurt, Türkgücü) machten keinen Unterschied aus. Das konnten sich die etwas ersatzgeschwächten Ismaninger schon auf die Fahne schreiben, Augsburg so neutralisiert zu haben. Auch wenn die großen Torabschlüsse ausblieben, waren die Ismaninger einer neuerlichen Führung näher.

Foulelfmeter entscheidet Partie in der 89. Minute

In der 68. Minute gab es eine durchaus knifflige Situation, als die Ismaninger schnell spielten und die Abwehraktion sehr nach Elfmeter roch. Der Schiedsrichter stand aber direkt daneben und deutete ohne Bedenkzeit zu der Ecke, die nichts einbrachte.

So ging es dann dem fünften Augsburger Unentschieden in Serie entgegen, bis das nächste Geschenk kam. Aus dem Nichts kam es zu einem Abpraller im Strafraum, bei dem Torwart Radic auf den Stürmer traf. Keiner kam wirklich an den Ball, der Augsburger holte das Maximum raus – und das war der Foulfelfmeter, von Baydemir in der 89. Minute verwandelt, zum Duselsieg für die Gäste.

FC Ismaning - Türkspor Augsburg 1:2 (1:1).

FCI: Radic - Mittermaier, Jobst, Tomasevic, Priewasser (62. Bux) - Weber (90. Hollerith), Hofmann (84. Breitschaft), Krizanac (70. Gaedke), Kubina - Hauk, Schädler.

Tore: 1:0 Jobst (22.), 1:1 Arik (39.), 1:2 Baydemir (89., Foulelfmeter).

Schiedsrichter: Florian Islinger (Hainsacker).

Zuschauer: 150.

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