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Donaustauf eine Nummer zu groß für Deisenhofen

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Von: Umberto Savignano

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Etwas zu hoch hingen die Trauben für den FC Deisenhofen beim SV Donaustauf: Die ambitionierten Hausherren, bei denen einige Leute Erfahrung aus höheren Klassen mitbringen, gewannen 3:0 (2:0).

Deisenhofen - Mitentscheidend war wohl auch, dass die Deisenhofner auf einige Routiniers verzichten mussten: Kapitän Michael Vodermeier und Torjäger Michael Bachhuber fehlten wegen eines privaten Termins, Mittelfeld-Stratege Leon Müller-Wiesen, der wenige Tage zuvor beim 4:1 gegen Schwabmünchen ein 45-minütiges Comeback nach muskulären Problemen gefeiert hatte, wurde geschont. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme. Er hat nochmal eine Pause gebraucht“, erläuterte FCD-Coach Hannes Sigurdsson, der die deutliche Niederlage zwar mit der Personalsituation erklärte: „Wir haben nicht aus fußballerischen Gründen verloren, sondern wegen der mangelnden Erfahrung und Mentalität.“ Aber als Entschuldigung wollte Sigurdsson das nicht gelten lassen. „Ich habe Vertrauen in alle meine Spieler, aber sie müssen auch das gleiche Selbstvertrauen haben. Vielleicht hatten wir zu viel Respekt. Aber warum? Donaustauf ist gut, aber wir sind auch gut.“

An diesem Tag waren die Oberpfälzer jedenfalls eindeutig besser. Ihre 2:0-Pausenführung durch Lucas Hufnagel (11.), der in der vergangenen Saison noch in der 3. Liga für die SpVgg Unterhaching spielte, und Belmin Idrizovic (30.), wurde jedoch auch durch die Deisenhofner begünstigt. „Das waren unnötige Tore, weil sie nach individuellen Fehlern gefallen sind“, beklagte Sigurdsson. In der Offensive habe seiner Mannschaft hingegen die Durchschlagskraft gefehlt: „Wir kicken auf gutem Niveau, bekommen aber keine Chancen. Und als wir sie dann bekommen haben, haben wir sie nicht genutzt.“

Tatsächlich kam der FCD nach dem Wechsel etwas auf. „In der zweiten Halbzeit hatten wir gute Momente, aber wir haben die Bezahlung nicht bekommen“, sagte Sigurdsson. „Dann haben wir viel riskiert und das dritte Tor gefangen.“ Wieder war Hufnagel der Schütze (84.). So stand am Ende ein vielleicht etwas zu hoher, aber in jedem Fall verdienter Sieg von Donaustauf, der Sigurdsson nicht wegen der fehlenden Ausbeute, sondern wegen der grundsätzlichen Herangehensweise ärgerte: „Ich kann Fehler akzeptieren und man kann immer gegen eine gute Mannschaft verlieren. Donaustauf hat individuell gute Spieler und sie in Form. Aber die Mentalität und der Hunger haben bei uns etwas gefehlt. Und natürlich bin ich dann unzufrieden.“  

FC Deisenhofen: Caruso - Schneiker (59. Sagner), Nickl (74.Poschenrieder), Köber, Wohlmann (83. Yimez), Rembeck, Finster, Martin Mayer, Lucksch, Gkasimpagiazov (60. Kotb), Schmid

Tore: 1:0 Hufnagel (11.), 2:0 Idrizovic (30.), 3:0 Hufnagel (84.)

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