Orhan Akkurt und seine Mannschaft waren mit den fünf Gegentoren noch gut bedient.
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Orhan Akkurt und seine Mannschaft waren mit den fünf Gegentoren noch gut bedient.

Personalknappkeit macht die Isartaler so gut wie chancenlos

SV Pullach: „Wir können froh sein, dass wir nicht zehn Tore kassiert haben“

  • Umberto Savignano
    VonUmberto Savignano
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Völlig chancenlos war der SV Pullach beim TSV Landsberg: Der Bayernliga-Mitfavorit vom Lech gewann mit 5:1 (3:1).

Pullach – SVP-Coach Orhan Akkurt gestand freimütig: „Mit diesem Ergebnis sind wir aufgrund der Personalsituation noch gut bedient. Wir können, ehrlich gesagt, froh sein, dass wir nicht zehn Tore kassiert haben.“

Die unverblümte Aussage wollte Akkurt keineswegs als Kritik an seiner Mannschaft verstanden wissen. Vielmehr sei der Spielverlauf besagter Personalsituation geschuldet, die sich kurzfristig wegen der Absage von Torjäger Gilbert Diep aus privaten Gründen noch verschlimmerte. Auf acht Akteure mit Stammplatzanspruch habe er verzichten müssen, dazu noch ein, zwei Leute mit Bayernliganiveau, so der Trainer: „Die Liste der fehlenden Spieler ist fast stärker als die derjenigen, die dabei waren. Deshalb bin ich auch von keinem Spieler enttäuscht. Sie haben alles gegeben.“

SV Pullach schnuppert nur kurz am Ausgleich

Das war aber eben nicht genug gegen den Titelaspiranten, der durch zwei Treffer von Kazuki Date mit 2:0 in Führung ging. Erst kam der Japaner nach einer Kombination durchs Zentrum frei zum Abschluss (13.), dann nach einem Doppelpass, dem ein Fehlpass des Pullachers Hugo Lopes vorausgegangen war (24.).

Trotz aller Überlegenheit der Hausherren schnupperten die Raben zwischenzeitlich aber sogar kurz am Ausgleich. Max Zander schnappte dem Ex-Pullacher Michael Hutterer die Kugel weg und bediente Mälek Amdouni, der auf 2:1 verkürzte (33.), drei Minuten später lief Zander aufs Tor zu, scheiterte aber, nachdem er laut Akkurt unfair bedrängt wurde: „Eigentlich wird er gefoult, aber der Max ist ein fairer Sportsmann, läuft weiter und versucht das Tor zu machen. Wenn er sich fallen lässt, gibt es Rot für den Landsberger und Freistoß oder sogar Elfer für uns.“

TSV Landsberg schaltet in den Verwaltungsmodus

Akkurt hätte sich über einen 2:2-Zwischenstand gefreut, er räumte aber ein: „Das wäre komplett unverdient gewesen.“ Und an der Ausbeute hätte es seiner Ansicht nach nicht viel verändert: „Dann wäre die zweite Halbzeit noch grausamer geworden.“ Denn nach dem 3:1 durch Kevin Gutia kurz vor der Pause (45.+1) schalteten die Landsberger einen Gang zurück. „Sie haben dann Kraft gespart“, fand Akkurt. Und so schraubte der TSV das Ergebnis erst in den Schlussminuten durch Steffen Krautschneider (79.) und David Anzenhofer (87.) höher, als die Pullacher mehr und mehr aufmachten.

SV Pullach: Krasnic - Burghard, Eck, Bauer, Dietl, Brändle (42. Saibou), Amdouni, Gaigl (75. Doll), Lopes (66. Buyar), Yildiz, Zander

Tore: 1:0 Date (13.), 2:0 Date (24.), 2:1 Amdouni (33.), 3:1 Gutia (45.+1), 4:1 Krautschneider (79.), 5:1 Anzenhofer (87.)

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