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Offen für Angebote anderer Klubs: Christian Grujicic verlässt den FC Phönix Schleißheim.

Fußball Kreisklasse 1 München

Scheidender Phönix-Trainer Christian Grujicic zittert vor dem Handy mit

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Das Tor des Tages hat Christian Grujicic nicht mehr live mitbekommen. Der Trainer des FC Phönix Schleißheim musste Anfang der zweiten Hälfte im Kreisklassen-Derby (Gruppe 1) gegen den SV Riedmoos arbeitsbedingt weg. „Ich habe aber online mitgefiebert“, berichtet der Coach.

Oberschleißheim/Riedmoos – Grujicic musste an seinem Smartphone bis zur Nachspielzeit zittern, ehe er jubeln durfte. Denn in der 95. Minute zimmerte Dominik Stumberger das Leder aus 20 Metern unhaltbar in den Winkel – zum 1:0-Sieg für Schleißheim.

„Ziemlich bitter“ sei diese Niederlage, kommentiert Özer Aktas, Spielertrainer in Riedmoos. Denn: „Wir haben am Anfang etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden. Aber danach wurden wir immer besser, und in der zweiten Hälfte hatten wir vier, fünf Hundertprozentige, die wir leider nicht genutzt haben.“ Seine Elf dürfte trotz der Niederlage nicht mehr in die Abstiegszone rutschen, wo sich der SVR zu Saisonbeginn nach einem verpatzten Fehlstart noch befand. „Wir hatten in der Hinrunde mehrere Ausfälle, und das konnten wir mit unserem Kader nicht auffangen“, sagt der Coach.

Zu was sein Team in voller Besetzung in der Lage ist, bewies es zu Jahresbeginn durch vier Siege am Stück. Zuletzt aber setzte es zwei knappe 0:1-Niederlagen. „Ich denke, wir brauchen noch einen Sieg, um safe zu sein“, sagt Aktas, der den SVR in der dritten Saison als Spielertrainer betreut. Auch in der kommenden Spielzeit wolle er dieses Amt weiter ausüben, sagt der 37-Jährige. „Die Bedingung ist aber, dass wir mehr Spieler finden. Ein 15er-Kader reicht einfach nicht.“

Während Aktas beim SVR bleiben möchte, wird sein Pendant beim FC Phönix nach dreieinhalb Saisons in Schleißheim seinen Trainerposten aufgeben. „Ich hatte hier eine tolle Zeit, aber jetzt suche ich eine neue Herausforderung“, sagt Grujicic, der Verein und Mannschaft bereits mitgeteilt hat, dass er im Sommer gehen wird. Er sei offen für Angebote anderer Klubs, sagt der 31-Jährige, der einst bei den Stuttgarter Kickers und Waldhof Mannheim und später beim FC Ismaning in der Regionalliga gekickt hat. Alternativ dazu werde er sich Zeit nehmen und den Trainerschein machen, sagt Grujicic.

Bevor es so weit ist, will der Coach mit dem FC Phönix aber noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden. Derzeit beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz zwar fünf Punkte, doch am Sonntag reist Schleißheim zum ASV Dachau II, der eben jenen Tabellenrang aktuell innehat. „Wenn wir da gewinnen“, hofft Grujicic, „sind wir wieder voll im Rennen“.

FC Phönix Schleißheim – SV Riedmoos 1:0 (0:0)

Phönix: Faber, Brenner, Kratschmann, Orec, Hodzic, Hoffmann, Zagar, Ljuma, Gerstenberg (67. Weinisch), Bilge, Stumberger (67. Mikorey).

SVR: Baumer, Schneider, Schuster, Schmid, Neusiedl, Kittelmann, Sauermann, Plank (46. Maier), Hahm, Aktas, Sedlmeier.

Tor: 1:0 Stumberger (90.+5).

Schiedsrichter: Bodo Baráth (FC Bayern München) – Zuschauer: 70.

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