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TSV Grünwald fehlt es an Willensstärke

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Von: Umberto Savignano

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Beim Kirchheimer SC, vor der Partie noch Vorletzter der Tabelle in der Landesliga Südost, unterlagen die Fußballer des TSV Grünwald mit 0:3 (0:2).

Grünwald - Der TSV Grünwald wird sich wohl auf einen harten Abstiegskampf einstellen müssen. Beim Kirchheimer SC, vor der Partie noch Vorletzter der Tabelle in der Landesliga Südost, unterlagen die Fußballer der Grün-Weißen mit 0:3 (0:2). „Wir hätten noch eine Stunde spielen können, dann hätten wir uns wahrscheinlich noch eher eines eingefangen als eines geschossen“, umschrieb TSV-Sprecher Jochen Joppa das aussichtslose Ringen um eine zählbare Ausbeute.

TSV-Coach Florian de Prato mag vor der Partie aufgeatmet haben: Ex-Profi Korbinian Vollmann, der vor einigen Wochen zu seinem Heimatverein zurückgekehrt war, fehlte in Kirchheims Aufstellung. „Soweit ich hier gehört habe, hat er sich schon vorher ausbedungen, dass er bei einigen Spielen nicht da ist“, erzählte Joppa. Doch die Abwesenheit des 28-Jährigen half den Isartalern nichts. Vor allem im ersten Durchgang sah Joppa einen schlechten Auftritt seines Teams: „Im Aufbauspiel hat es nicht gepasst, unsere Abwehr ist geschwommen.“

Bei Kirchheims erster guter Kopfballmöglichkeit hatte der TSV noch Glück (4.), dann vergab Maximilian Stapf auf der anderen Seite sogar eine gute Gelegenheit, die Grün-Weißen in Führung zu schießen (15.). Das 1:0 durch einen Kopfball von Samuel Kaltenhauser war allerdings vollauf verdient, denn, so Joppa: „Das war in der 26. Minute schon Kirchheims fünfte Ecke, das sagt einiges.“ Beim 2:0 durch Richard Jacobi (41.) sah der Grünwalder Mediensprecher „einen gemeinschaftlichen Abwehrfehler“. Und auch vorne stimmte es nicht: Severin Buchta köpfte frei vor dem Tor daneben (45.). „Das hätte der Anschlusstreffer sein müssen. Wir hatten schon ein paar Chancen, aber wenn man sie nicht macht, kritisierte Joppa auch die mangelnde Torgefährlichkeit.

Die zweite Spielhälfte begann mit einer dicken Gelegenheit für Kirchheim (46.), die der eingewechselte Fabian Traub mit einem Fernschuss beantwortete, der das Ziel nur um Haaresbreite verfehlte (52.). Mit dem 3:0 durch Peter Schmöller (69.) war die Entscheidung dann endgültig gefallen, die Ampelkarte für Grünwalds Marco Bornhauser (74.) blieb eine Randnotiz. Viel wichtiger war Joppa der Verweis auf die im Abstiegskampf notwendigen Tugenden, die er nur beim Gegner erkennen konnte: „Kirchheim hat keinen Wunderfußball gespielt, sondern Willensfußball. Ich hatte den Eindruck, sie hatten mehr Zweikampfstärke, einfach den größeren Biss. Mit spielerischen Mitteln hast du gegen einen Gegner, der so konsequent auf Kampf eingestellt ist, keine Chance. Und mit einer Leistung, zumindest wie in der ersten Halbzeit, werden wir nicht mehr viel gewinnen.“

TSV Grünwald: Bayerschmidt - Bornhauser, Mair, Kreuzeder, Schöglmann, Buchta (61. Tschaidse), Wörns (73. Ahammer), Hochholzner (52. F. Traub), Arkadas, Woudstra (46. Niggl), Stapf

Tore: 1:0 Kaltenhauser (26.), 2:0 Jacobi (41.), 3:0 Schmöller (69.)

Gelb-Rot: Bornhauser (74.)

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