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Vergebens reingekniet: Auch wenn Tim Schels (links) in dieser Szene den Ball erwischt, gehen die Heimstettner letztlich leer aus.

Fußball Regionalliga Bayern 

SVH rutscht wieder auf direkten Abstiegsplatz

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In der Nachspielzeit unterliegt der SV Heimstetten den Club-Amateuren durch einen umstrittenen Elfmeter.

Heimstetten – Nach dem Schlusspfiff hält es Mohamad Awata nicht mehr auf den Beinen. Der Winterneuzugang des SV Heimstetten hat im Regionalligaduell gegen den 1. FC Nürnberg II unermüdlich gerackert, seine Kollegen angefeuert, sich ein gestenreiches Wortduell mit einem Gegenspieler geliefert und ein Tor (57.) erzielt. Doch all das ist umsonst gewesen – und deshalb plumpst Awata nun zu Boden, als hätte jemand per Knopfdruck alle Muskeln seines Körpers gelähmt. Dort unten auf dem Rücken bleibt der 25-jährige Syrer dann liegen – erledigt, ernüchtert, enttäuscht.

„Wenn wir hier mit einem Unentschieden gegen eine so starke Mannschaft rausgehen, dann ist alles in Ordnung“, sagt wenig später Lennart Hasenbeck, der Co-Trainer des SVH. Und tatsächlich wäre es dazu auch gekommen – hätte es nicht die erste Minute der Nachspielzeit gegeben. Da rasselt Heimstettens Keeper Maximilian Riedmüller mit FCN-Stürmer Erik Engelhardt zusammen, der Schiedsrichter entscheidet auf Strafstoß, und der Gefoulte verwandelt souverän zum 1:2-Endstand.

„Extrem bitter“ sei diese Niederlage, gesteht Hasenbeck, dessen Team in der Tabelle wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abrutscht. „Ich glaube, Nürnberg wusste am Ende gar nicht, wie es gewonnen hat“, fährt der Co-Trainer fort. „In der zweiten Halbzeit waren die nicht ein Mal vor unserem Tor.“ Im ersten Durchgang jedoch sind die Gäste die agilere Elf und gehen nach einer Viertelstunde in Führung – nicht unverdient, aber unter gütlicher Mithilfe der Platzherren. Allen voran Peter Beierkuhnlein sieht nicht gut aus, als ein langer Ball über seinen Kopf hinweg und zu Cedric Euschen segelt. Der Nürnberger drischt aus 17 Metern drauf – Unterlatte, Tor, 0:1.

Abermals 15 Minuten später hallt erneut ein Torschrei durch den Sportpark – aber nur von ein paar Fans, die einen Freistoß ans Außennetz von Lukas Riglewski irrtümlich im Gehäuse wähnen. Ansonsten müssen sich die gut 260 Zuschauer bis zur zweiten Hälfte gedulden, ehe sie weitere Chancen sehen – jetzt nur noch für den SVH. „Nach der Pause haben wir es richtig gut gemacht“, lobt Hasenbeck, der auch diesmal die Kommandos gibt, während der gesundheitlich angeschlagene Christoph Schmitt neben ihm auf der Bank sitzt. Von dort sieht der Cheftrainer, wie Riglewski in der 57. Minute eine Ecke zu Awata zirkelt, der aus kurzer Distanz zum 1:1 einnickt.

Nun hat der SVH Höhenluft – und Nürnberg wackelt. Erst zischt ein Schuss von Benedikt Laverty haarscharf am Tor vorbei, dann klatscht eine weitere Ecke von Riglewski an den Innenpfosten, und derselbe Spieler hat in der 90. Minute auch noch die letzte Möglichkeit der Platzherren, bringt aus acht Metern aber bloß ein Schüsschen zustande. Keine 60 Sekunden später kommt es auf der anderen Seite dann zum Duell zwischen Riedmüller und Engelhardt – laut Klub-Chef Ewald Matejka „nie und nimmer ein Foul“. Der Schiedsrichter sieht das aber anders, gibt Elfmeter – und kurz darauf ist der Heimstettner Traum vom Punktgewinn geplatzt.

SV Heimstetten – 1. FC Nürnberg II 1:2 (0:2)

SVH: Riedmüller, Beierkuhnlein, Regal, Hintermaier (83. Date), Günzel (90.+3 Sengersdorf), Ulusoy, Schels, Hannemann, Ebeling (74. Laverty), Riglewski, Awata.

Tore: 0:1 Euschen (15.), 1:1 Awata (57.), 1:2 Engelhardt (90.+1).

Schiedsrichter: Gschwendtner (SSV Wurmannsquick) – Zuschauer: 260.

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