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Vertrag aufgelöst: Orhan Akkurt stürmt ab sofort nicht mehr für Heimstetten.

Fußball Regionalliga

SVH-Coach Schmitt sortiert Akkurt aus

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Der SV Heimstetten sortiert seinen zuverlässigsten Torjäger der vergangenen Jahre aus: Da das Trainerteam des Fußball-Regionalligisten nicht mehr auf ihn setzt, sucht sich Orhan Akkurt einen neuen Klub.

Heimstetten – Orhan Akkurt und Christoph Schmitt haben in den vergangenen zehn Jahren beim SV Heimstetten gemeinsam diverse Erfolge gefeiert – unter anderem stiegen sie 2010 in die Bayern- und im vergangenen Sommer in die Regionalliga auf. Nun aber trennen sich die Wege der zwei 33-Jährigen, deren Geburtstage bloß zwanzig Tage auseinanderliegen – und es erscheint eher unwahrscheinlich, dass einer den anderen künftig noch zu seinem Wiegenfest einladen wird.

Denn „weil das Trainerteam nicht mehr mit mir plant“, sagt Akkurt, habe er seinen Vertrag beim Tabellenletzten der Regionalliga am Samstag aufgelöst. Schon in den nächsten Tagen will er mitteilen, für welchen Klub er künftig auf Torejagd geht. Das wird nicht der VfR Garching sein, wie man vom ebenfalls abstiegsgefährdeten Ligarivalen hört. Kandidaten könnten aber Bayernliga-Spitzenreiter SV Türkgücü-Ataspor oder der Regionalliga-Siebte TSV Buchbach sein.

Derweil sagt Chefcoach Christoph Schmitt über den Abschied des Routiniers, mit dem er in der Saison 2009/10 und von 2011 bis 2012 gemeinsam beim SVH gekickt hat: „Wir haben als Trainerteam schon im Herbst gemeinsam die Entscheidung getroffen, dass uns die Fantasie fehlt, mit Orhan über die Winterpause hinaus zusammen zu arbeiten.“

Im Sommer 2015 war Akkurt von Pullach nach Heimstetten zurückgekehrt und hatte dort getan, was er seit Jahren tut: Tore schießen. Nach 26 und 25 Saisontreffern erzielte er in der vergangenen Spielzeit – dem Debütjahr von Trainer Schmitt und seinen Assistenten Lennart Hasenbeck und Memis Ünver – 19 Tore, womit der Angreifer seinen Beitrag zum Aufstieg leistete.

In der Regionalliga gelangen Akkurt und dem SVH ein Traumstart: In den ersten acht Partien traf der 33-Jährige achtmal; zwischenzeitlich rangierte der Aufsteiger auf Tabellenrang sechs. Nach einem zweiwöchigen Familienurlaub im August kam Akkurt indes nicht mehr in Tritt und erzielte nur mehr ein Tor in elf Partien. Unterdessen stürzte sein Klub infolge von 13 sieglosen Spielen am Stück auf den letzten Tabellenplatz ab.

Zum Trainingsauftakt im Januar sei er wie geplant erschienen und habe auch normal mittrainiert, sagt Akkurt. „Ich habe dann gemerkt, dass da was schlummert und von Manager Michael Matejka erfahren, dass das Trainerteam nicht mehr mit mir plant. Das hat mich sehr überrascht.“ In der Folge habe er entschieden, den Klub zu verlassen, sagt Akkurt, der betont: „Vom Trainerteam hat keiner mit mir gesprochen.“

Das bestätigt auch Schmitt, der jedoch darauf verweist, dass die Coaches ihre Entscheidung bereits im Herbst dem Manager mitgeteilt hatten. Der wiederum habe wegen seiner Verbundenheit zu Akkurt das Gespräch mit dem Angreifer selbst führen wollen. Dieses habe sich dann aber hinausgezögert, sagt Matejka, unter anderem wegen seiner schweren Fußverletzung, die er sich beim Sturz in den Katakomben in Augsburg zugezogen hatte. „Außerdem habe ich gehofft, dass sich die Sache doch noch beruhigt“, sagt der Manager. Nun jedoch habe sich abgezeichnet, dass die Differenzen zwischen Trainerteam und Spieler nicht mehr zu überbrücken seien.

„Es gab keinen Streit mit Orhan“, sagt Christoph Schmitt, „aber es sind Dinge passiert, die so nicht passieren dürfen“. Der Coach spricht dabei „Einsatzbereitschaft und Verhalten“ des Angreifers an, „damit waren wir nicht einverstanden“. Wobei Schmitt einräumt, „dass Orhan über Qualitäten verfügt, die wir im Kader nicht ersetzen können. Aber trotz allem sind wir als Trainerteam nach der Analyse der Hinrunde zu unserem Schluss gekommen.“

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