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Ein genaues Bild vom nächsten Gegner hat sich der Garchinger Trainer Philipp Bönig gemacht. Sein Eindruck: „Viktoria Aschaffenburg gehört für mich zu den besten Mannschaften der Regionalliga.“

Fußball Regionalliga

VfR Garching hat Angst vor 20 Chaosminuten

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Auswärts ist der VfR Garching stark. Ein gutes Omen fürs Regionalligaspiel in Aschaffenburg? Wären da nicht immer wieder diese Aussetzer-Phasen.

Garching – Man steht vor den Abstiegsplätzen, aber das ist für den VfR Garching kein Grund für ausufernde Jubelstürme. Das Gebilde ist noch immer wacklig und hat für Regionalliga-Niveau zu viele Aussetzer. Die in Aschaffenburg (Samstag, 14 Uhr) beginnende Auswärtsserie mit drei Spielen in der Fremde könnte da sogar helfen. Denn in der Regionalliga gibt es auch eine Statistik, in der Garching weit vorne steht: die Auswärtstabelle. Mit drei Siegen und zwei Niederlagen ist der VfR Fünfter und hat Topteams wie Türkgücü (2.) oder den 1. FC Nürnberg II (4.) hinter sich.

„Vielleicht tun wir uns wirklich auswärts etwas leichter“, sagt der Garchinger Trainer Philipp Bönig. Die Statistik sieht er aber maximal als gutes Omen für die Reisen nach Aschaffenburg, Rosenheim und Buchbach. Alle Mannschaften sind aus der unteren Tabellenhälfte und damit nicht weit von den Garchingern entfernt.

Als eifriger Videogucker ist Philipp Bönig so etwas wie ein Stammbeobachter von Viktoria Aschaffenburg, weil der Club bislang immer gegen Garchings nächste Kontrahenten spielte. „Das mag jetzt komisch klingen“, sagt der VfR-Trainer, „aber Aschaffenburg gehört für mich zu den besten Mannschaften der Liga.“ Nur hätten die Mainfranken immer wieder leichtfertig Punkte liegen gelassen und dümpeln deshalb auf Rang zehn herum mit einem Punkt mehr als Garching.

Eigentlich müsste der VfR vor Aschaffenburg stehen, hätte man beim 2:2 gegen Schalding-Heining zuletzt nicht leichtfertig den Sieg weggeschenkt. Bönig ist noch immer entsetzt, wie sein Team in Überzahl den Ausgleich kassierte und dabei Flankengeber wie Torschütze nur interessiert beobachtet wurden. „So etwas darf weder bei Elf gegen Elf noch bei Elf gegen Zehn passieren“, sagt Bönig.

Dem Trainer bereitet es Sorgen, dass die Garchinger immer wieder einmal 20 ungeordnete Chaosminuten einbauen und sich dann um den Lohn für die Leistungen über weite Spielphasen bringen. „Das 2:2 gegen Schalding war das gleiche Thema wie Heimstetten“, sagt Bönig und erinnerte daran, wie die Garchinger nach einem 4:0 am Ende mit viel Dusel einen 4:3-Erfolg ins Ziel retteten.

In Aschaffenburg kehrt Co-Trainer Matthias Strohmaier nach seiner Gelbrot-Sperre wieder in die Mannschaft zurück. Auch Ajlan Arifovic ist wieder frei und könnte in die Stammelf kommen. Komplett offen ist unterdessen die Torwartfrage zwischen Joey Brenner und Mario Stockenreiter. Der aus Rosenheim gekommene Stockenreiter hatte zuletzt ein Debüt mit Licht und Schatten. Vor allem bei hohen Flanken hatte er ein paar extreme Schreckmomente dabei, während seine Reflexe auf der Linie klasse waren.

Voraussichtliche Aufstellung:Brenner (Stockenreiter) – Gebhart, Strohmaier, Walter, Radau – M. Niebauer, Arifovic (Micheli) – Staudigl, D. Niebauer, Tunc – Feucht.

Brenner oder
Stockreiter? Die
Torwartfrage ist
vollkommen offen

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