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VfR-Vorsitzender Uwe Cygan möchte die Erste Mannschaft für eine viergleisige Regionalliga fit machen.

Fußball Regionalliga

VfR Garching plant, Regionalliga-Team auszugliedern

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Der Trainerschock ist halbwegs verdaut und der VfR Garching hat nun viel Arbeit vor der Brust, angesichts der Ankündigung von Trainer-Methusalem Daniel Weber, nach der Saison nicht weiterzumachen (wir berichteten). In diese Phase fallen aber auch Garchinger Planspiele, die Erste Mannschaft aus dem Verein auszugliedern und einen weiteren Schritt zu tun, um dauerhaftes Mitglied der semiprofessionellen Regionalliga bleiben zu können.

Garching– Schon seit geraumer Zeit gibt es Gedankenspiele des Deutschen Fußball-Bundes, die Zahl der Regionalligen von fünf auf vier zu verringern. Das würde die Lücke zur 3. Liga verkleinern und gleichzeitig das sportliche Niveau noch einmal anheben. Für Garchings Präsident Uwe Cygan ist es nur eine Frage der Zeit, wann diese Umstrukturierung des Spielbetriebs kommt. Seinen Verein möchte er nun fit machen, um auch einer Regionalliga mit Vereinen aus Thüringen und Sachsen angehören zu können.

Die Grundvoraussetzung für Cygan ist es erst einmal, dass ihn die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung Ende März im Amt bestätigen. Beim VfR, der gerne auch einmal etwas turbulentere Versammlungen abhält, ist das kein Selbstläufer. Bleibt Cygan, dann möchte er die Optionen prüfen, die Erste Mannschaft aus dem Verein auszugliedern. Für ein solches Unternehmen gäbe es verschiedene Modelle. Im Dezember hatte auch schon der Drittligist SpVgg Unterhaching diesen Schritt für die Profimannschaft gemacht. Beim VfR Garching würde der aus acht Abteilungen bestehende Verein dann unabhängig sein von der finanziellen Situation der Regionalliga-Mannschaft. Eine solche Veränderung würde dann auch die Voraussetzungen schaffen, dass Investoren gemäß den deutschen Fußballregeln mit 49 Prozent einsteigen könnten. „Vielleicht kommt ja irgendwann einmal ein netter Mann wie der Herr Hopp“, sagt Cygan. SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp stieg einst beim Dorfverein TSG Hoffenheim ein und ermöglichte den Aufstieg in die Bundesliga. Den Garchingern geht es aber erst einmal nur um die Stabilisierung für die Regionalliga.

Die Gegenwart des Vereins ist die Suche nach einem Sportdirektor, der schnellstmöglich verpflichtet werden soll. Dieser mit der Kaderplanung beauftragte Funktionär soll im Idealfall die Arbeit aufnehmen als zentrale Figur bei der Suche nach einem neuen Trainer. Diese zwei Personen sollen dann das Erbe von Tausendsassa Daniel Weber antreten. Uwe Cygan möchte den Sportdirektorposten möglichst bald besetzen und hofft dann auf eine Klärung der Trainerfrage bis Anfang April. So wären die Garchinger rechtzeitig neu aufgestellt, um die Planungen der Spielzeit 2019/20 frühzeitig aufnehmen zu können. Und parallel dazu wird sich Daniel Weber zerreißen, um dem Drittletzten der Regionalliga zum Abschied noch den Klassenerhalt schenken zu können.

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