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De Prato: "Es bleibt wahrscheinlich bis zum Schluss interessant."

Garchings Waffe spricht über sein Comeback

De Prato: "Pullach, Passau, Freising - alle wollen hoch"

VfR Garching - In den vergangenen Jahren gehörte Florian de Prato auf den Fußballplätzen im Landkreis zu den gefährlichsten Waffen des VfR Garching. Doch in dieser Saison musste er lange zuschauen. Wir sprachen mit ihm über sein Comeback und die Ziele mit dem VfR.

44 Punkte in der Winterpause - ist euch der Aufstieg in dieser Saison überhaupt noch zu nehmen?

Absolut! Wenn wir den Blick auf das Wesentliche verlieren und wir als Mannschaft und Verein denken, dass das schon irgendwie geht, dann wird es bestimmt ein böses Erwachen geben. Aber wir wissen, was wir können und werden weiterhin in jedem Training alles geben. Dann können wir uns nichts vorwerfen.

Wer von den Verfolgern kann euch noch gefährlich werden?

Prinzipiell kann noch vieles passieren. Bestes Beispielist der FC Passau: Die Mannschaft ist eher schlecht gestartet. Dann legen die solch eine starke Serie hin. Aber auch Pullach, die mit Sicherheit gern an unserer Stelle stehen würden, werden alles daran setzen, wieder ran zu kommen. Und Freising als BOL-Meister ist auch ganz nah an der Spitze dran. Jeder kann jeden schlagen. Das ist doch auch das Schöne an der Liga. Es bleibt wahrscheinlich bis zum Schluss interessant.

Im vergangenen Jahr seid ihr am Ende knapp gescheitert. War das ein Signal: Jetzt erst recht?

Um ehrlich zu sein: Wir hätte gerne die Relegation gespielt und hätten uns als letzter Meister der BOL verabschiedet. War aber leider nicht so. Das es jetzt so gut läuft, ist natürlich sehr schön. Aber wir waren auch selbstbewusst und haben gesagt wir wollen viele Punkte holen und vorne mitmischen.

"Meinen Torriecher hab ich im Wald beim Laufen verloren" 

Du konntest erst am zehnten Spieltag einsteigen. Wie bitter war es, so lange zuzuschauen?

Es war sehr schwierig für mich. Jeder der mich sieht, weiß, dass ich ein Spieler bin, der eine Vorbereitung dringend nötig hat (leider). Jetzt konnte ich von Anfang an nicht mit machen. Das war oft für mich sehr schwierig. Dann lief es auch für die Mannschaft noch richtig gut. Die Stimmung war sehr gut.

Nicht auf dem Platz zu stehen, war schon sehr schwer. Ich kann mich noch erinnern, wie die Trainer mich gefragt hatten, ob ich beim Torschuss-Training auflegen möchte. Ich hatte dabei so einen Spaß, obwohl ich nicht selber schießen konnte. Aber es war einfach wieder etwas anderes, bei der Mannschaft zu sein und mitzumachen, als Runden zu drehen und Zuschauen zu müssen. Der Verein Garching hat mich immer bei Laune gehalten. Egal ob das Zuschauer, Offizielle oder die Mannschaft waren. Es war sehr angenehm zu wissen, dass man dazugehört.

Neun Spiele, null Tore - wo hast du deinen Torriecher gelassen?

Meinen Torriecher? Gute Frage! Im Wald beim Laufen oder bei den zahlreichen Arztbesuchen, die ich in den vier Monaten hatte. Spaß bei Seite. Ich war überglücklich, als ich wieder richtig trainieren konnte und dann auch relativ schnell wieder bei den Spielen auf der Bank saß.

Als ich dann in einigen Spielen eingewechselt wurde, war ich froh, dass alles gut gelaufen ist. Auch wenn ich nicht wirklich an entscheidenden Situationen beteiligt war. Aber ich hab auch meine Rolle angenommen, als ich nur mitgefahren bin und für gute Laune gesorgt habe. Ich denke, dass ich auch so einen kleinen Teil zum Erfolg beitragen konnte.

"Wir haben eine tolle Tochter"

Was hat sich bei euch in der Winterpause getan? Gibt es Neuzugänge?

Ich weiß gar nicht, ob wir bis auf Jens Fölting neue Spieler bekommen haben. Wir haben einen sehr guten Kader in der Breite. Mit Nico Bechthold, der verletzt zu uns im Sommer kam, kommt nochmal jemand dazu, der uns bestimmt weiterbringen wird.

Du bist seit einem Jahr Vater. Wie klappt das Zusammenspiel aus Fußball, Arbeit und Familie?

Wirklich sehr gut. Wir hab eine tolle Tochter. Sie hält uns Zuhause auf Trapp und zaubert uns jeden Tag mit tollen Gesten unzählige Male ein Lächeln ins Gesicht. Natürlich hat auch meine Ehefrau einen großen Anteil. Sie macht keine Faxen, wenn ich sehr oft den weiten Weg ins Training antrete und dann spät Abends wieder nach Hause komme. Oft bleibt nach der Trainingseinheit ein Teil der Mannschaft sitzen. Dann erzählt man sich die lustigen Geschichten von damals und es wird länger. Dafür hat sie Verständnis.

Der Verein kommt mir auch super entgegen und hat Verständis, wenn irgendwas ist und ich mal nicht ins Training kommen kann. Alles in allem führe ich eine schönes Leben mit einer tollen Familie und einem tollen Verein.

Interview:cse

Quelle: fussball-vorort.de

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