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Fußball fällt aus: Das Garchinger Seestadion bleibt an diesem Samstag leer.

Vorsitzende beider Klubs bitten den Verband, die Regionalliga-Partie zu verlegen

Garching - Heimstetten kurzfristig abgesagt

  • vonNico Bauer
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Nach tagelangem Hin und Her wurde am Freitag das Regionalliga-Heimspiel des VfR Garching gegen den SV Heimstetten abgesagt.

Garching/HeimstettenAb Montag ist Lockdown in Deutschland und schon diesen Samstag ist Schicht im Schacht im Garchinger Seestadion. Nach tagelangem Hin und Her wurde am Freitag das Regionalliga-Heimspiel des VfR Garching gegen den SV Heimstetten abgesagt.

Anfang der Woche änderte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) das Reglement für die Regionalliga und damit war die einseitige Absage eines Vereins wegen Corona-Auswirkungen nicht mehr möglich. Bis dahin bestand die Möglichkeit, bei Infektionszahlen von mehr als 50 Personen pro 100 000 Einwohner eine Partie zu canceln. Der VfR Garching wollte angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen im Landkreis München und dem bevorstehenden Lockdown für ganz Deutschland absagen. Das war nun nicht mehr möglich.

Am Freitag nun sagten beide Vereine einvernehmlich das Spiel ab und bitten den Verband in einem Schreiben um eine Neuansetzung. Die Vereinsführungen des VfR Garching und des SV Heimstetten verwiesen darauf, dass der Landkreis München mit einem Inzidenzwert über 100 die nächste Grenze gerissen hat und die Situationen sich auch direkt in den beiden Kommunen Garching und Kirchheim zuspitzen. „Unter diesen Voraussetzungen war so ein Fußballspiel nicht zu verantworten“, sagt der Garchinger Präsident Uwe Cygan. Beide Vereine waren sich in Anbetracht des nationalen Lockdowns bewusst, dass die Austragung des Derbys für die Gesellschaft kein gutes Zeichen gewesen wäre, man nun zusammenhalten müssen und möglichst kontaktfrei zu Hause bleibe.

Nach der Entscheidung der beiden Vereinsvorstände vom Freitag hat der SV Heimstetten ab sofort Winterpause. Anders ist die Lage beim Tabellenletzten Garching, für den noch ein Spiel gegen den Vorletzten FC Memmingen für kommenden Dienstag angesetzt ist. Während des Lockdowns dürfen aber nur noch Profiligen unter Ausschluss der Zuschauer spielen. Der Bayerische Fußball-Verband muss nun am kommenden Montag in einer Sitzung beschließen, wie man mit dieser Ansetzung weiter verfährt. Eine Austragung wäre nur möglich, wenn man die vierthöchste deutsche Spielklasse offiziell als Profiliga einstuft.

Das stünde dann im direkten Gegensatz zu der bisherigen Kommunikation. Auf der Internetseite des BFV steht: „Die Regionalliga Bayern ist die höchste Amateurliga des Bayerischen Fußball-Verbandes. Der Meister der Regionalliga Bayern 2019/20 steigt in die 3. Liga auf. Der am Ende der Saison bestplatzierte Amateurverein (keine Zweite Mannschaft) startet als Bayerischer Amateurmeister in der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde der Saison 2020/21.“

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