Michael Weicker (weiß) und seine Garchinger kassierten in Holzkirchen eine Lastminute-Niederlage.
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Michael Weicker (weiß) und seine Garchinger kassierten in Holzkirchen eine Lastminute-Niederlage.

Garching kann Meisterschaft abhaken

VfR Garching - Ausgeträumt! Der VfR Garching hat in Holzkirchen eine 0:1-Niederlage hinnehmen müssen. Dadurch sind die Chancen, den SE Freising auf seinem Weg zur Meisterschaft noch abzufangen, auf ein Minimum gesunken.

„Jetzt müsste es schon mit dem Teufel zugehen“, sagte ein niedergeschlagener VfR-Trainer Daniel Weber nach der Partie. Die Pille in Holzkirchen war umso bitterer zu schlucken, als das die Freisinger zu Hause gegen Markt Schwaben nicht über ein Unentschieden hinauskamen. Der Rückstand der Garchinger beträgt nun sechs Zähler.

Doch vielmehr ein großes Manko seiner Elf lässt Weber bei drei ausstehenden Punktspielen nicht mehr an den Titel glauben, der zu den Relegationsspielen zur neuen zweigeteilten Bayernliga berechtigen würde. „Uns fehlt zurzeit vor der Kiste das letzte i-Tüpfelchen.“ Wie schon in Feldmoching vor eineinhalb Wochen gelang es dem VfR nicht, seine optische Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. „Spielerisch gab es gar nichts auszusetzen“, sagte Weber. „Aber uns hat einfach die Durchschlagskraft gefehlt.“

Holzkirchen habe sich hinten eingeigelt in der Hoffnung, irgendwann einmal einen Konter fahren zu können. „Das machen ja viele Mannschaften gegen uns, insofern war das heute ein ganz typisches Spiel.“ Der VfR wollte die Partie unbedingt gewinnen und lockerte mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr seine Deckung. Und deshalb ging die Rechnung der destruktiven Gastgeber zwei Minuten vor Schluss dann tatsächlich auf. Sie starteten einen Konter, chippten den Ball diagonal auf den zweiten Pfosten, „und da durfte dann einer ungehindert einnicken“, berichtete Weber. Der „eine“, das war Markus Müller mit seinem zwölften Saisontreffer.

In der ersten Hälfte hätte Patrick Würll die Garchinger in Führung bringen müssen. Alleine steuerte er auf den Holzkirchener Torsteher zu. Er zog einen Schuss dem Dribbling vor und scheiterte (29.). „Ansonsten hatten wir nur über Fernschüsse Gelegenheiten und die waren einfach zu ungenau.“ Gerne hätte Weber seinen Ärger über die Pleite mit einer Maß Gerstensaft auf dem Maifest heruntergespült, wie er zugab. „Würde ich machen, wenn ich nicht auch noch krank wäre. Aber so geht nicht einmal das.“ maz

Quelle: fussball-vorort.de

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