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Ohne Mühe: Garchings Mario Staudigl jubelt über sein 1:0, nachdem Pipinsrieds Torhüter Thomas Reichlmayr vorher eine Flanke unterlief.

Regionalliga Bayern: Kompakt

Garching nagelt Pipinsried im Keller fest, Schweinfurt weiter unbesiegt

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Selbst ohne eigenen Einsatz konnte die Reserve des FC Bayern die Tabellenführung behaupten, da die Verfolger patzten.

Während das Gastspiel der kleinen Bayern beim FC Augsburg II wegen diverser Länderspielabstellungen verlegt wurde, blieb der 1. FC Schweinfurt zwar weiter unbesiegt, musste sich am Samstag bei Aufsteiger SV Heimstetten jedoch mit einem 1:1 begnügen. Der SVH zeigte sich dabei gut erholt von der 0:3-Pleite in der Vorwoche beim 1. FC Nürnberg II, belegt nun den siebten Rang und scheint vor einer sorgenfreien Spielzeit zu stehen. Ganz anders als der FC Pipinsried, der erst ein Spiel gewinnen konnte und nach dem gestrigen 0:2 beim VfR Garching weiter einen direkten Abstiegsplatz belegt. Dem VfR dagegen gelang damit nach zuvor vier Pflichtspielniederlagen in Serie endlich ein wertvoller Befreiungsschlag.

SV Heimstetten – 1. FC Schweinfurt 05 1:1 (0:0). – Als sich Lukas Riglewski nach einem Foul an Felix Michalz in der 51. Spielminute den Ball zum Freistoß zurechtlegte, ahnten die Stammzuschauer des SVH ebenso wie die Heimstettener Trainerbank schon, was nun folgen würde. Zu perfekt die Position für Freistoßspezialist Riglewski: Halbrechts, gute 20 Meter vor dem Tor. „Ein gutes Gefühl“ habe er gehabt, berichtete der 24-Jährige später, dasselbe erzählte sein Trainer Christoph Schmitt. Und Riglewski lieferte. Ideal hob er den Ball über die Schweinfurter Mauer, Torhüter Alexander Eiban blieb ohne Chance, und der SVH führte nicht unverdient mit 1:0. Bereits zuvor waren die Platzherren mindestens ebenbürtig gewesen, ohne sich gegen die ambitionierten und im Gegensatz zu Heimstetten unter Profibedingungen arbeitenden Unterfranken im eigenen Strafraum einzuigeln. So durfte der 33-jährige SVH-Coach seinem Team trotz des Ausgleichstreffers, der später noch hingenommen werden musste (70.), eine „starke Leistung gegen einen guten Gegner“ attestieren. Musste er doch auch gegen den ehemaligen Zweitligisten auf seinen weiter im Urlaub weilenden Topangreifer Orhan Akkurt verzichten, der trotzdem unverändert mit seinen acht Saisontreffern die Torjägerliste anführt.

Einziger Wermutstropfen blieb die späte Gelb-Rote Karte für Fabio Sabbagh (93.), der eben erst nach einer Gelbsperre zurückgekehrt war, nachdem er in sieben Einsätzen fünf Verwarnungen kassiert hatte. Doch auch die Gäste hatten sich nicht als Kinder von Traurigkeit präsentiert, wie acht Gelbe Karten belegen. Dass die Schmitt-Elf trotz der intensiven und heftigen Gegenwehr des Aufstiegsaspiranten am Ende einen Zähler einbehielt, wertete ihre Leistung noch einmal auf. „Wir haben Schweinfurt gefordert“, resümierte der SVH-Coach entsprechend zufrieden, „es wäre sogar mehr drin gewesen“. Womit die Frage nach der Ligatauglichkeit des Aufsteigers eigentlich schon nach zehn Partien abschließend beantwortet ist. Zu stablil wirkt das Heimstettener Gesamtkonstrukt derzeit.

VfR Garching – FC Pipinsried 2:0 (1:0). – Die Verunsicherung war beiden Teams zu Beginn deutlich anzumerken, erst „ein individueller Fehler“ von Pipinsrieds Torhüter Thomas Reichlmayr, wie Spielertrainer Fabian Hürzeler später haderte, öffnete die Partie. Der 26-jährige Schlussmann unterlief eine Flanke von Garchings Nikolaos Salassidis, Mario Staudigl hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken (21.). Anschließend „hat es bei uns zu oft am letzten Pass gefehlt“, monierte Hürzeler, so dass die Begegnung mit Elias Kollmanns Treffer zum 2:0 nach exzellenter Vorarbeit von Tom Zimmerschied (57.) eigentlich schon entschieden war.

VfR: Sieg gegen die Verunsicherung

Zu umständlich agierten die Gäste, VfR-Torsteher Max Engl musste sein Können nur selten aufblitzen lassen. Aufgrund „unseres Chancenplus“ bilanzierte VfR-Coach Daniel Weber einen „verdienten Sieg“, der „wichtig war, um die Verunsicherung raus zu bekommen“. Zwar verbucht seine Elf damit aktuell nur einen Zähler weniger als zum selben Zeitpunkt der so erfolgreichen Vorsaison, die auf Platz vier abgeschlossen worden war. Dennoch betont der 45-jährige VfR-Coach, dass „wir immer noch zu wenige Punkte haben“. Ein Abrutschen in die Gefahrenzone der Tabelle immerhin konnte damit verhindert werden, Pipinsried dagegen steckt vorerst im Keller fest.

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