Zu Höherem berufen: Michael Weicker (r.) ist „ein außergewöhnlich talentierter Spieler, sein Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft“, lobt Trainer Daniel Weber. Foto: Förtsch

Garchinger Kontrastprogramm

VfR Garching - Ein Sieg zu Hause gegen den Tabellenletzten 1. FC Miesbach am Sonntag um 15 Uhr ist für den VfR Garching Pflicht. Das muss man ob der Dominanz der Weber-Elf in dieser Bezirksoberliga-Saison einfach sagen.

Drei Punkte würden auch zum Gelingen der Kür beitragen. Jeder Triumph öffnet den Garchingern die Tür zu einer attraktiven Option ein Stückchen weiter: Der Meister nimmt an der Qualifikation der in der kommenden Saison neuen, zweigeteilten Bayernliga teil. Und weil der Aufstieg in die Landesliga so gut wie sicher ist, muss sich der VfR ja fast schon das Ziel setzen, ein Stockwerk zu überspringen.

Einer, für den die Qualifikationsspiele extrem reizvoll sind, ist Michael Weicker. Der 20-jährige Außenverteidiger zählt zu den Kickern im Garchinger Kader, die laut Coach Daniel Weber zu Höherem berufen sind. „Ein außergewöhnlich talentierter Spieler, sein Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft“, urteilt der Trainer. Am vergangenen Dienstag trat Weicker, der ausgerechnet beim härtesten Konkurrenten im Kampf um den Meistertitel, dem SE Freising, seine Ausbildung erhielt, den Beweis für die These Webers an.

Im Testspiel gegen den FC Bayern II bot er eine überragende Leistung. Eine Hälfte spielte er auf der angestammten Position, die andere auf der Außenbahn im Mittelfeld. Garching gewann durch ein Freistoß-Tor von Dennis Niebauer sensationell mit 1:0 - nicht zuletzt Weicker half dabei mit enormen Laufpensum und taktischem Geschick, den Vorsprung aus der ersten Hälfte zu verteidigen.

Ein Sensor in seinen neuen Schuhen ermöglichte eine genaue Messung der bewältigten Strecke: „Das funktioniert ähnlich wie bei der Ortung von Handys. Über das Internet lässt sich die Laufarbeit des Fußballers auswerten“, sagt Weber. Weickers Wert gegen die kleinen Bayern: stolze elf Kilometer. „Ein Profi auf der Außenverteidiger-Position läuft auch nicht mehr“, erklärt Weber, der über seinen Kontakt zu Profi-Keeper Michael Rensing ab und an auch Daten der Feldspieler des 1. FC Köln lesen darf.

Gegen die Bayern mussten Weicker und der Rest der Garchinger reagieren, was ihnen gut gelang. Am Sonntag gegen Miesbach muss der VfR das Spiel gestalten. „Das ist der Unterschied, das müssen die Spieler wissen“, sagt Weber. Sorge hat er nicht, dass seinen Kickern die Motivation fehlt. „Wieder in den Alltag zu finden, ist uns nach dem Pokalspiel gegen Burghausen im vergangenen Jahr auch gut gelungen.“ Die Daten von Weicker geben Weber wieder recht. In Bezirksoberligaspielen spult das Talent immerhin noch zehn Kilometer ab.

Matthias Vogel

VfR: Wachenheim, Weicker, Kleindienst, Henrich, Königshoff, C. Ball, G. Ball, D. Niebauer, Palacios, Beer, Würll

Quelle: fussball-vorort.de

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