Gegen Essen sind zwei Punkte fest eingeplant

- TSV Unterhaching erwartet am Sonntag selbstbewussten Aufsteiger

VON UMBERTO SAVIGNANO Unterhaching - Auf die wirklich reizvollen Aufgaben müssen die Volleyballer des TSV Unterhaching weiter warten. Der Heimauftritt an diesem Sonntag (15.30 Uhr) gegen den VV Humann Essen, ist für die Hachinger nur die vierte Gelegenheit, sich das Saisonziel zu verbauen. "Diese zwei Punkte haben wir fest eingeplant", sagt TSV-Trainer Mihai Paduretu deshalb nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit.

Immer noch hängt Unterhachings Volleyballern die Auftaktschlappe von Bad Saulgau in den Kleidern. "Dort hätten wir nicht verlieren dürfen", weiß Paduretu um die schwere Hypothek, die seine Mannschaft durch diese erste Saisonphase schleppt. So dürfte es selbst gegen den Neuling aus Essen schwer werden, richtig befreit aufzuspielen. Zwar bezeichnete Paduretu die Westdeutschen vor der Saison als den Bundesliga-Außenseiter schlechthin, doch mit einem 3:0-Heimsieg gegen den Mitaufsteiger VC Markranstädt holten die sich zum Saisonstart gleich eine gehörige Portion Selbstbewusstsein, das auch unter den folgenden Niederlagen gegen die Top-Teams Berlin und Friedrichshafen kaum gelitten haben sollte. Die Situation ist für die Essener letztlich genau umgekehrt wie für den TSV: Sie haben nichts, das Paduretu-Team hingegen schon fast alles zu verlieren.

Also warnt Hachings Trainer vor dem Match gegen das Ensemble der Namenlosen - bekanntester Mann bei den Gästen ist mit Christopher Schick ein ehemaliger Zuspieler des Ex-Erstligisten VC Bottrop - eindringlich: "Wir dürfen Essen nicht unterschätzen!" Eine Blamage hätte vermutlich nicht nur wegen der Tabellensituation nachteilige Folgen, sondern auch wegen der künftigen Medienpräsenz. Der Bayerische Rundfunk schickt zum zweiten Mal in Folge ein Fernsehteam an die Jahnstraße.

Für Paduretu ist dieses gesteigerte Interesse zwar "das Minimum, das man erwarten kann." Versinkt seine Mannschaft nach einer Niederlage im Mittelmaß, könnte es dennoch für längere Zeit der letzte Besuch der TV-Leute gewesen sein.

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