SVH hat das Glück des Tüchtigen

- 3:2 gegen FC Kempten

Heimstetten - "Die Zuschauer haben ein rassiges Landesliga-Spiel gesehen, mit hohem Tempo und vielen Zweikämpfen", waren sich Frank Schmöller, Trainer des SV Heimstetten, und FC Kempten-Coach Klaus Felder einig. Dass sein SVH trotz des 3:2 (2:1)-Heimsieges über weite Strecken keine spielerischen Glanzlichter setzte, machte Schmöller etwas nachdenklich: "Das war ein sehr glücklicher Sieg."

Schmöllers taktisches Konzept, "dominant aufzutreten und kontrolliert nach vorne zu spielen", ging zunächst nicht auf. Seine Jungs hatten der hochmotivierten Spielweise der Kemptener anfangs wenig entgegenzusetzen, vor allem Kapitän Alexander Sauer brachte die SVH-Abwehr wiederholt in Verlegenheit. In der 21. Minute setzte Patrick Nutz das erste Ausrufezeichen für den SVH, als er nach feinem Dribbling am Schlussmann Stefan Metz scheiterte.

Wenig später musste der aber doch hinter sich greifen. Nach einer Freistoßflanke von Thomas Wolf brachte Emanuel Riegger den SVH mit einem Kopfball aus kurzer Distanz in Führung (26.). Nur acht Minuten später gab Schiedsrichterin Manuela Linder nach einem Kopfballduell zwischen Valentin Greza und Sauer einen umstrittenen Elfmeter - Michael Falger verwandelte sicher zum verdienten Ausgleich (34.). Doch der SVH kam durch eine Standardsituation erneut zur Führung (44.): Wolf profitierte vom zaghaften Hochspringen der Gästemauer und versenkte einen direkten Freistoß aus zentraler Position zum 2:1.

Auch diese Führung hielt nicht lange, direkt nach dem Seitenwechsel erzielte Sauer mit einem trockenen Flachschuss aus 16 Metern den Ausgleich. Doch der SVH ließ sich von dem neuerlichen Rückschlag nicht verunsichern, von da an agierte er endlich etwas aktiver und brachte das Spiel besser unter Kontrolle.

Nach Kopfballstafette steht Riegger goldrichtig

Das wurde belohnt: Nach einem weiten Einwurf von Michael Schien (68.) und mehreren Kopfballstafetten stand Riegger goldrichtig und erzielte mit seinem zweiten Tor den Siegtreffer für Heimstetten. Kempten kam nur noch vereinzelt gefährlich vor das Tor von Mario Bartulovic, der mit einer Glanzparade die beste Chance durch Bülent Yener vereitelte (86.). "Unsere Moral und Laufbereitschaft hat heute wieder den Ausschlag gegeben", lobte Schmöller seine Mannschaft. "Auch wenn wir letztlich glücklich gewonnen haben, sind die drei Punkte eine Riesen-Sache." Glück hat eben nur der Tüchtige - eine Charaktereigenschaft, die man dem SV Heimstetten in dieser Saison nicht absprechen kann. Michael Leitner SV Heimstetten: Bartulovic, Kindermann, Potenza, Rappl, Riegger, Wolf, Schien, Kelletshofer, Greza, Nissl, Nutz (65. Fino). Tore: 1:0 Riegger (26.), 1:1 Falger (34.; Foulelfmeter), 2:1 Wolf (44.), 2:2 Sauer (46.), 3:2 Riegger (66.). Schiedsrichterin: Manuela Linder (Augsburg). - Zuschauer:120.

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